In Grieskirchen (Oberösterreich) gilt seit Freitag eine Wassersparverordnung, damit will man die Wasserknappheit in der Gemeinde in den Griff bekommen. Das Verständnis dafür in der Bevölkerung ist zwar groß. Wenngleich: Ein ähnlicher Fall aus dem Jahr 2014 zeigt, dass es nur mit Freiwilligkeit nicht funktioniert.
Für viele Reaktionen sorgte die gestern in Kraft getretene Wassersparverordnung in Grieskirchen. „In den sozialen Medien gibt es schon teilweise sehr dumme Anmerkungen. Der Großteil der Bevölkerung hat aber Verständnis für die Maßnahme. Wir wollen die Leute nicht sekkieren, sondern gemeinsam über eine schwierige Zeit hinwegkommen“, betont Bürgermeisterin Maria Pachner, die sich auch über die große Unterstützung der örtlichen Sportvereine freut.
Zwei Wassermeister im Dienst
Bis auf Widerruf gibt es ein Verbot von Poolbefüllungen aus dem öffentlichen Netz oder das Verbot von Autowäschen oder auch der großflächigen Rasenbewässerung. „Am Wochenende sind zwei Wassermeister im Dienst und schauen sich die Brunnenstände genau an und haben auffälligen Wasserverbrauch im Blick“, so die Bürgermeisterin.
Wir wollen die Leute mit der Verordnung nicht sekkieren. Ich bedanke mich bei allen fürs Helfen und für das Verständnis.
Maria Pachner, Ortschefin Grieskirchen
Schon 2014 gab es einen Aufruf
In der Gemeinde ist es übrigens nicht das erste Mal, dass es zu einer Wasserknappheit kommt. Bereits im Jahr 2014 hatte es einen Aufruf zum Wassersparen gegeben. Passiert sei damals aber das Gegenteil. „Das war vor dem Sommer. Da hat noch jeder schnell seinen Pool befüllt und die Terrassen gekärchert. Der Verbrauch ist dadurch exorbitant gestiegen. Nur Freiwilligkeit funktioniert nicht“, erklärt Pachner, warum es heuer gleich die offizielle Verordnung samt drohenden Strafen gibt.
Gemeinde sucht nach Lösungen
Während man also auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen ist, sucht man auch seitens der Gemeinde nach Lösungen. „Wir ruhen uns nicht auf der Verordnung aus. Wir versuchen, mit unseren Nachbargemeinden andere Quellen zu erschließen oder andere Brunnen zu mobilisieren“, versichert die Bürgermeisterin.
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