"Wir sind enttäuscht von Abgeordneten, die auch aus dem Südburgenland kommen und noch vor ein, zwei Jahren gemeint haben, dass sie gegen die Einstellung des Personenverkehrs sind", erklärte Wertz. Ans Aufgeben denken er und die zahlreichen Unterstützer aber dennoch nicht. Am Donnerstag "wird es in Eisenstadt einen Protestmarsch von uns geben. Anschließend werden wir dem Landtagspräsidenten Gerhard Steier unsere Unterschriftenliste übergeben", so Wertz.
Grüne wollen Dringlichkeitsantrag
Auch auf politischer Ebene findet die Bürgerinitiative Unterstützung. Der Grüne Landtagsabgeordnete Michel Reimon wird im Landtag einen Dringlichkeitsantrag für den Erhalt der Bahnlinie Oberwart - Friedberg einbringen. "Dafür benötige ich neun Unterschriften. Die Freiheitlichen und die Liste Burgenland haben mir ihre Unterstützung zugesagt. Die südburgenländischen Abgeordneten der Regierungsparteien habe ich aufgefordert, mir ihre Unterschrift zu geben. Die Antwort ist nun aber, dass sie selbst einen Dringlichkeitsantrag einbringen werden", sagte Reimon.
Bei einer Pressekonferenz am Dienstag hatte Landeshauptmann Hans Niessl erneut festgehalten, dass die Strecke von Oberwart nach Wien nur von 50 Bahnpendlern genutzt werde. Hingegen würden 750 Personen mit dem Bus in die Bundeshauptstadt fahren. Dass der Zug derzeit zu wenig genutzt wird, "sehen wir auch ein", erklärte Wertz. "Würde man das Angebot aufwerten, würden wesentlich mehr Personen mit der Bahn fahren. Wir werden versuchen, konstruktive Lösungsvorschläge einzubringen und nicht aufgeben."
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