07.05.2022 05:00 |

Erkrankung, Schmerzen

Schlafräubern auf der Spur

Was ruiniert Ihre Nachtruhe? Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Begeben Sie sich noch heute auf die Suche, um die Schlafstörung so rasch wie möglich wieder loszuwerden.

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Erschöpft, schlecht gelaunt und alles andere als fit für den Tag - wer sich in der Früh meist so fühlt, sollte darüber nachdenken, was den eigenen Schlaf so wenig erholsam macht - um dann Lösungen zu finden. Viele Probleme lassen sich darauf zurückführen, dass man die Regeln der sogenannten Schlafhygiene nicht oder nur schlecht befolgt: Demnach sollte man ab dem Mittagessen auf koffeinhaltige Getränke verzichten, Alkohol eher meiden, abends keine schweren Mahlzeiten essen, kurz vor dem Hinlegen nicht sporteln etc.

Darüber hinaus gibt es aber auch andere, vielfältige Ursachen: Häufig ist etwa Schnarchen. Gefährlich wird es, wenn eine Schlafapnoe vorliegt, die sich durch lautes Schnarchen und Atemaussetzer bemerkbar macht. Betroffene haben untertags Kopfschmerzen sowie Konzentrationsstörungen und verspüren meistens chronische Müdigkeit. Es gibt verschiedene Therapiemöglichkeiten von der Aufbissschiene über die Beatmung mittels CPAP-Maske bis hin zur Operation (etwa Vergrößerung des Rachenraums).

Asthma und Schmerzen als Ursachen
Aber auch körperliche Krankheiten können sich negativ auf Schlafqualität und -dauer auswirken. Dazu zählen etwa Asthma, Rheuma, Herz-Kreislauf-Leiden (z. B. zu hoher Blutdruck) und natürlich Schmerzen. Das Restless-Legs-Syndrom bewirkt ebenso Schlafstörungen: Sobald sich die Patienten hinsetzen oder -legen, verspüren sie ein unerträgliches Kribbeln in den Gliedmaßen, v. a. in den Beinen. Während der Nacht kommt es zudem oft zu periodischen Beinbewegungen, die Betroffene immer wieder aus dem Schlaf reißen. Das Syndrom tritt meist aufgrund von Vererbung auf, es kann aber auch durch Mangelerscheinungen (Eisen, Folsäure, Vitamin B12) oder als Nebenwirkung von Medikamenten hervorgerufen werden.

Zähneknirschen (Bruxismus) vermag genauso Ursache dafür zu sein, dass man erschöpft, mit schmerzenden Kiefer- oder Gesichtsmuskeln oder sogar Kopfweh aufwacht. Wer davon weiß, sollte seinen Zahnarzt aufsuchen, der mitunter eine Schiene verschreibt. Da das Knirschen oft durch emotionalen Stress oder Angstzustände zustande kommt, sollte man aber vor allem versuchen, die Drucksituationen in seinem Leben zu „entschärfen“. Sind Sie nicht sicher, ob Sie knirschen? Partner fragen.

Auch an psychischen Problemen kann es liegen
Ebenso können psychische Probleme wie Depressionen oder Burnout für schlechte Nachtruhe verantwortlich zeichnen. Dann heißt es die Ursache mittels Therapie bekämpfen. Wer häufig die Toilette aufsuchen muss, sollte außerdem sein Trinkverhalten überdenken. Abends am besten nur wenig zu sich nehmen. Oder haben Sie vielleicht gerade einen Harnweginfekt? Nicht immer liegt es an einem selbst: Jeder vierte Mann schnarcht so laut, dass er den Schlaf seiner Partnerin stört (umgekehrt kommt das nur halb so oft vor). Raten Sie Ihrem Bettnachbarn zum Arztbesuch!

Monika Kotasek-Rissel
Monika Kotasek-Rissel

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