Wochenlang waren Interpol-Agenten und Zielfahnder des österreichischen Bundeskriminalamts dem weltweit gesuchten Ex-Bordellboss aus Kärnten auf den Fersen. Freitag früh schlugen die Ermittler zu: Mit ihren Pistolen im Anschlag stürmten sie das Versteck des Mordverdächtigen im kleinen Ort Pedro Juan Caballero.
Sandro H. schlug um sich. "Der Verdächtige hat sich massiv gewehrt, es fielen Schüsse", weiß BK-Sprecher Helmut Greiner. Im Kugelhagel gelang es dem Elitetrupp schließlich, den Kärntner Muskelprotz zu überwältigen. Er wurde zurück in Paraguays "Horror-Knast" Tacumbú nach Asunción überstellt – ein spektakulärer Erfolg für die österreichischen Behörden.
Chancen für Auslieferung stehen gut
Das wohl schäbigste Gefängnis Südamerikas kennt der ehemalige Rotlichtboss bereits bestens: Hier saß er monatelang wegen des Verdachts des Raubmordes an einem deutschen Ehepaar in Paraguay. Seine Freilassung trotz österreichischen Auslieferungsansuchens - die "Krone" und krone.at berichteten - löste einen Justizskandal aus.
Die Chancen, dass Sandro H. - für ihn gilt die Unschuldsvermutung - ausgeliefert wird, stehen gut. Bei uns wird der Gefängnisausbrecher wegen Mordverdachts und Anstiftung zur Brandlegung gesucht.
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