Protest in Neuseeland

Impfgegner attackierten Polizisten mit Säure

Ausland
22.02.2022 07:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Neuseeland haben protestierende Impfgegner die Polizei mutmaßlich mit Säure angegriffen. Demonstranten hätten Beamte bei Zusammenstößen in der Nähe des Parlaments in der Hauptstadt Wellington mit einer „stechenden Substanz“ beworfen, berichtete die Polizei am Dienstag. Drei Beamte mussten deshalb ins Krankenhaus. Premierministerin Jacinda Ardern beklagte „absolut schändliche“ Szenen.

Die Zusammenstöße passierten, als die Polizei Straßensperren verlegte. Sie versucht damit, ein Protest-Camp von Impfgegnern abzuriegeln. Polizeivertreter Richard Chambers machte eine „bestimmte Gruppe innerhalb des Protests“ für den „entsetzlichen“ mutmaßlichen Säure-Angriff verantwortlich. Die drei Beamten würden sich im Krankenhaus aber „gut erholen“. Die Polizei werde „Gewalt und Aggression nicht tolerieren“.

Acht Demonstranten verhaftet
Bereits am Montag waren Einsatzkräfte bei einem ähnlichen Einsatz mit Fäkalien beworfen worden. Sieben Beamte wurden bei den Zusammenstößen mit den Demonstranten verletzt. Die Polizei kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Acht Menschen wurden festgenommen.

Die Proteste von Impfpflichtgegnern sorgen in Wellington seit zwei Wochen für Unruhe. Zahlreiche Menschen harren in einem Protest-Camp auf den Rasenflächen vor dem Parlamentsgebäude aus. Die umliegenden Straßen werden von rund 900 Fahrzeugen blockiert. Vorbild der Proteste war der sogenannte Freiheitskonvoi kanadischer Lkw-Fahrer, die tagelang die Hauptstadt Ottawa lahmgelegt hatten.

Regierungschefin: „Angriffe auf Polizei absolut beschämend“
Regierungschefin Ardern sagte am Dienstag, sie sei besorgt, dass die Proteste immer gewalttätiger würden. „Die Angriffe auf die Polizei sind absolut beschämend“, sagte sie. „Jedem, der glaubt, er sei Teil eines friedlichen Protests, kann ich nur raten, die Gegend zu verlassen.“

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