09.02.2022 13:16 |

Lager vor Parlament

Impfpflicht-Gegner campieren in Neuseeland

In der neuseeländischen Hauptstadt campieren derzeit Gegner der Corona-Impfpflicht seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf dem Gelände des Parlaments in Wellington. Nach Behördenangaben ist der Protest bisher friedlich verlaufen. Drei Menschen wurden aber festgenommen, nachdem sie versucht hatten, eine Polizeisperre zu überwinden.

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Der Protest begann am Dienstag, als Fahrzeuge im Zentrum Wellingtons wichtige Straßen blockiert hatten (Video oben). Die Lenker waren offenbar von den Aktionen der Lkw-Fahrer in Kanada inspiriert worden. In Ottawa waren am Samstag rund 1000 Lkws und andere Fahrzeuge in die Innenstadt gekommen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Auslöser war die im Jänner eingeführte Impfpflicht für Lastkraftwagenfahrer, die aus den USA zurückkehren.

Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen
In Neuseeland richtet sich der Widerstand unter anderem gegen die Corona-Impfpflicht, die für bestimmte Berufsgruppen wie Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Bildungsbereich sowie in Strafverfolgungsbehörden und beim Militär gilt.

Zelte bei Parlament
Um ihren Unmut über diese Bestimmung zu äußern, gingen am Dienstag mehrere hundert Demonstranten auf die Straße. Nach dem Protest der Fahrzeuge zogen sie zum Parlament in Wellington weiter. Dort stellten sie  auf dem Gelände Zelte auf und nächtigten in der Nacht auf Mittwoch. Vor Ort waren etwa 100 Polizisten. Es scheine „als wolle die Polizei Gewalt befeuern, aber das wird von uns nicht kommen. Wir werden hier bleiben, solange es nötig ist“, sagte der aus Auckland angereiste Aktivist Sel Currie.

„Friedlicher Protest“
Manch andere Camper lieferten sich bereits eine Konfrontation mit den Polizeibeamten. Laut Behörden wurden drei Menschen festgenommen, die versucht hatten, eine Sperre zu überwinden. Insgesamt wäre der Protest aber friedlich verlaufen. Dazu hätten die Menschen ein Recht, hieß es in einer Mitteilung. Die Polizei werde die Aktivitäten weiter beobachten.

In Neuseeland droht Mitarbeitern in bestimmten Berufen eine Kündigung, wenn sie sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Impfnachweise werden zudem in Restaurants, bei Sportveranstaltungen und Gottesdiensten verlangt.

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