„Ist ein schönes Land”

Schramböck entschuldigt sich für Afrika-Aussage

Politik
15.02.2022 17:11

Mit ihrer Aussage, dass Afrika ein „schönes Land” sei, aus dem „nicht nur Flüchtlinge kommen”, sorgte Wirtschaftsministerin Margarethe Schramböck für Aufregung. Nun ruderte die Ministerin zurück und versuchte in einem Video einen Erklärungsversuch - doch auch dieser sorgte teils für Kopfschütteln.

Nutzer in den sozialen Netzwerken warfen der Ministerin nicht nur mangelnde Geografiekenntnisse vor, sie fühlten sich auch an die Situation rund um den Skandal des „Kaufhaus Österreich” zurückerinnert. 

Eigentlich wollte Schramböck bei einem Besuch im französischen Marseille Vertreter afrikanischer Länder und österreichische Unternehmen näher zusammenbringen. Dabei tätigte sie eine Aussage, die für Aufregung in den sozialen Medien sorgte: „Afrika ist nicht nur ein  Land, aus dem viele Flüchtlinge kommen [...], sondern es ist ein Land voller Chancen, voller junger Menschen, die hoch digitalisiert sind“, sagte sie in einem Interview, das sie selbst auf Facebook teilte.

Zweifel an Kompetenz
Insbesondere die NEOS zeigten kein Verständnis für den Fehler. „Das ist ja peinlich, was Schramböck gleich 2x sagt. Afrika ist ein Kontinent mit 54 anerkannten Staaten, in denen über 1,3 Mrd. Menschen leben. Sie sollte die angekündigte Afrika-Konferenz nicht organisieren. Das endet nur mit diplomatischen Verwicklungen“, meinte etwa die NEOS-Abgeordnete Henrike Brandstötter.

„An die Wochen gedacht, die ich in Afrika verbracht habe”
Am Dienstag fühlte sich Schramböck dann schließlich veranlasst, sich für die getätigten Aussagen zu entschuldigen. „An alle, die sagen, Afrika ist kein Land: Ihr habt natürlich recht“, richtete sie ihre Worte „ganz offiziell” an alle „Geografen”. Sie habe bei ihrer Wortwahl jedoch an „die Wochen gedacht“, die sie in Afrika verbracht habe. Dabei sei ihr in den Sinn gekommen: „Was für ein schönes Land“. 

Die Erklärung reichte den meisten Nutzern jedoch nicht aus. Sie habe es nach wie vor nicht verstanden, hieß es etwa, oder auch: „ihre Erklärung macht es nicht besser“ - „Ich dachte wirklich nicht, dass es noch schlimmer werden könnte“, kommentierte auch Niederösterreichs SPÖ-Chef Franz Schnabl.

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