Di, 16. Oktober 2018

Oberwart-Friedberg

12.05.2011 14:42

Widerstand bis zum letzten Tag gegen Aus für Bahnlinie

Die Ankündigung der ÖBB, die Bahnstrecke Oberwart–Friedberg einzustellen, sorgt seit Anfang Mai für Aufregung. Doch nicht nur die ÖBB, sondern auch die Landespolitik muss wegen der Schließung Kritik einstecken. So habe Landeshauptmann Hans Niessl (SP) ein "Versprechen" gegenüber den Grünen nicht eingehalten. Die Aufrechterhaltung und der Ausbau dieser Bahnstrecke sei im Jahr 2000 nämlich Bedingung der Grünen gewesen, um Niessl zum Landeschef zu wählen.

Dass weniger Menschen, meistens Pendler, die Bahnstrecke nutzen als noch in den Jahren zuvor, ist der Grünen Umweltsprecherin und Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner klar. Wenn man das Angebot nicht attraktiver mache, sondern sogar wichtige Fahrzeiten von den Plänen streiche, sei das eine logische Schlussfolgerung, sagte die Grüne Umweltsprecherin, die selbst aus dem Südburgenland stammt.

Petition im Nationalrat eingebracht
Mit der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Oberwart und Friedberg sei auch der Gütertransport auf dieser Strecke gefährdet, dieser müsse nämlich in Zukunft die gesamten Kosten abdecken. Dass die Bahnlinie mit 1. August eingestellt wird, sei "nicht in Stein gemeißelt". "Wir werden massiven Widerstand leisten", so Brunner. Als nächsten Schritt habe man diesbezüglich eine in der Region gestartete Petition im Nationalrat eingebracht.

Busse effizienter?
"In zehn Jahren ändern sich die Umstände und es muss immer aufs Neue evaluiert und flexibel darauf reagiert werden", teilte die Pressesprecherin des Landeshauptmanns Veronika Maria mit. Wenn die Bahn nicht angenommen werde, müsse man sich etwas anderes überlegen. Als Ersatz für den Zug soll nun ein Komfort-Bus kommen, ein entsprechendes Konzept werde erstellt. Dieser Umstieg bedeute effizienteren Einsatz der Steuermittel, so Maria. Außerdem sei die Einstellung auch eine Entscheidung der ÖBB.

Unterschriftenliste im Internet
"Die Politik muss die Weichen für die Bahn stellen und nicht die Verbindungen kappen", so Dietrich Wertz von der Initiative "Südburgenland Pro Bahn". Gefordert wird deshalb nicht nur, dass die Zugstrecke erhalten bleibt, sondern zudem attraktiver wird – etwa durch kürzere Fahrtzeiten nach Wien. Auch eine Unterschriftenliste wurde aufgelegt.

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