"Digitale Gewalt"

Viele Kärntner sind Mobbingopfer im Internet

Kärnten
10.05.2011 20:45
Das Mobbing im Internet und am Handy ist in Kärnten zum traurigen Alltag geworden. Erst kürzlich sorgte ein Schüler (15), der einem Arbeiter (17) durch Drohungen via Facebook rund 3.000 Euro herauslocken konnte, für Aufsehen. Ein Einzelfall ist das nicht. Wie sich Betroffene schützen können, verrät uns eine Expertin.

"Wenn du morgen in die Schule kommst, dann passiert was!" – Drohungen wie diese sind auf Facebook-Seiten vieler Jugendlicher keine Seltenheit mehr. Das ist die Kehrseite einer Internetplattform, die für 100.000 Kärntner, vor allem für junge Menschen, zu einem unverzichtbaren Teil des Alltags geworden ist.

"Weil auf Facebook schon fast jeder Jugendliche vertreten ist, entwickelt sich auch dort – wie im Leben – eine Gruppendynamik", so Sonja Mitsche von "4everyoung.at". Sie hat sich des Themas Cybermobbing angenommen und hält Vorträge an Kärntner Schulen.

"Mobbing, das oft im Schulalltag beginnt, setzt sich in der virtuellen Welt fort. Und gerade Eltern und Lehrer übersehen oft die dramatischen Folgen, weil sie sich kaum mit dieser Plattform auskennen." Ob Nötigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung oder unvorteilhafte Fotos und Videos – die Palette von Mobbing ist fast unbegrenzt.

"Und alles verbreitet sich rasend schnell, noch ehe sich Opfer wehren können", so Mitsche. Doch es kann geholfen werden. "Die Opfer müssen sich trauen und offen darüber reden! Auch Eltern und Freunde müssen hier wachsam sein." Wichtig sei zudem das Dokumentieren eines Mobbingfalls, etwa durch einen "Screenshot", um im Fall des Falles auch Beweise parat zu haben.

Kärntner Krone

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