13.01.2022 06:00 |

Europark-Ausbau

Gerhard Drexel: „Beschämend für Demokratie“

Salzburgs Grüne beharren weiter auf ihrem Nein zum Ausbau des Europarks. Im Landtag wurde die Debatte aber zu einer Farce. Denn die Regierungsparteien ÖVP und Neos bekennen sich zum geplanten Ausbau, was aber nichts nützt. Spar-Aufsichtsratvorsitzender Gerhard Drexel verschärft unterdessen seine Kritik.

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83,9 Prozent - so viele Stimmen erhielten die Parteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und Neos bei der vergangenen Landtagtagswahl im Jahr 2018 in Salzburg. Und jene vier Parteien sind auch für die Erweiterung des Einkaufszentrums Europark. Kommen wird diese aber weiterhin nicht, weil sich, wie berichtet, Landesvize Heinrich Schellhorn (Grüne) weiter querlegt. Auch im Landtag änderte sich dieses Bild am Mittwoch nicht.

Spar-Aufsichtsratvorsitzender Gerhard Drexel, der seit zehn Jahren für die Erweiterung kämpft, verschärft seine Kritik. „Schellhorn missachtet den demokratischen Willen des Landtags, und auch sechs von sieben Regierungsmitglieder sind für den Ausbau“, so Drexel, der von einem Gespräch mit Schellhorn vor beinahe drei Jahren in einem bekannten Restaurant berichtet: „Er sagte mir, dass er dagegen sein wird, weil die Landes-Grünen nur noch zwei politische Symbole haben - den Luft-80er und die Verhinderung der Europark-Erweiterung. Darum kann er nicht dafür sein.“

Ein Erweiterung beim Airportcenter wäre beispielsweise kein Problem, da es sich dabei nicht um ein Symbol handle. „So etwas ist beschämend für eine Demokratie und auch eine Beschädigung dieser, wenn es nur um Parteitaktik geht“, ist Drexel erbost.

Grünen-Vorstand fällt die Entscheidungen
Brisant: Schellhorn selbst soll laut Drexel nicht gegen das Projekt sein. Das Problem: Bei den Grünen spielt der Landesvorstand eine zentrale Rolle und bestimmt die Vorgangsweise. Da ist unter anderem auch die ehemalige Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler vertreten.

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