Im letzten Heimkampf der 1. Ringer-Bundesliga ließ Rekordmeister AC Wals gegen die KG Wien nichts anbrennen. Mit einem souveränen 32:19 fixierten die Salzburger den Gruppensieg und stehen fix im Halbfinale, das im November über die Bühne gehen wird.
Obwohl fast alle Legionäre fehlten und etliche Teilnehmer an der WM und U23-Weltmeisterschaft fehlten, taten sich die Salzburger gegen Wien viel leichter als im Hinkampf. Schon zur Pause, als man 21:4 führte, war der klare Heimsieg absehbar. Damit ist klar: Wals gewinnt die Ostgruppe fix und trifft im Semifinale auf den Zweiten des Westens. Dort hat aktuell Meister Inzing die Nase vorne, rittert noch mit Hörbranz und Klaus um die vorderen Plätze.„Trotz der Abwesenheit mehrerer Leistungsträger hat sich einmal mehr gezeigt, wie breit unser diesjähriger Kader aufgestellt ist“, betonte Sportdirektor Florian Marchl. Der noch unbesiegte Kristian Cikel steuerte zwei Siege bis 65 kg in gesamt drei Minuten Kampfzeit bei, Innsbruck-Leihgabe David Schober gewann derweil kampflos im Griechisch-Römisch bis 79 kg. Von den Legionären wirkte lediglich der Ungar Erik Szilvassy mit.
Salzburger Finale noch möglich
Nach Machtdemonstrationen ist für die Zweitligisten Wals Juniors (42:6 gegen Klaus II) und Vigaun/Abtenau (44:8 in Graz) auch eine Runde vor Schluss noch ein direktes Duell im Finale möglich. Dazu muss Wals II Innsbruck im direkten Duell bezwingen und der Tennengauer Kooperationsklub Neufeld/Mörbisch kommende Woche in die Schranken weisen.
Überraschendes Heim-Finale im Judo
Indes ließ Judo-Zweitligist PSV Salzburg Kirchham beim Halbfinal-12:2 nicht den Hauch einer Chance. „Wir waren optimistisch, aber sie sind nicht in Bestbesetzung gekommen“, berichtete Trainer Andreas Tiefgraber. Viel überraschender war, dass der kriselnde Grunddurchgangssieger Wimpassing zwei Gewichtsklassen gar nicht besetzte und sein Semifinale gegen Linz 2:12 verlor.
Damit hatten wir zwar nicht gerechnet. Aber wir wollen das natürlich gewinnen.
PSV-Coach Andreas Tiefgraber über das Finale daheim
Weil die Salzburger, welche die Liga besser abgeschlossen haben, Heimrecht genießen, gilt es nun in zwei Wochen das Duell um den Aufstieg zu organisieren. „Damit hatten wir zwar nicht gerechnet. Aber wir wollen das natürlich gewinnen“, sagt Tiefgraber. Unklar ist, ob im äußersten Fall nicht beide Klubs aufsteigen müssen. In der Beletage gibt es unter anderem Gerüchte, dass sich Mühlviertel zurückziehen könnte. Ein Entscheidung über all das fällt aber erst nach Saisonende im November.
Damen hoffen auf Final-Four
Nach unglücklicher Hinrunde in der Damenliga in Straßwalchen reist das Team PSV Flachgau am Sonntag voller Hoffnung zur Rückrunde nach Leibnitz, wo Bischofshofens Michaela Höllwart engagiert ist. Grund dafür: Weil eine Kooperation mit Jiai-Do aus Niederösterreich gelang, kann man nun überraschend doch die untersten und obersten Klassen besetzen, in denen sämtliche andere Kandidatinnen Verletzungen auskurieren. „Wir hoffen, dass es sich mit dem Einzug ins Final Four noch ausgeht“, sagt Tiefgraber über die fünftplatzierte Girl-Crew.
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