05.01.2022 16:15 |

EU-weite Erhebung

Österreich weist vierthöchste Millionärsdichte auf

Österreich wies laut einer Schweizer Studie im Corona-Jahr 2020 mit einer Quote von 4,5 Prozent die vierthöchste Millionärsdichte in Europa auf. Nur in der Schweiz (14,1 Prozent), den Niederlanden (7,1 Prozent) und Belgien (5,4 Prozent) waren die Quoten gemessen an der Gesamtbevölkerung noch höher.

Zudem ist der Reichtum in Österreich in Relation zu anderen Ländern besonders ungleich verteilt, geht aus den Angaben des Instituts Redesigning Financial Services (RSF) hervor. Demnach besaßen zehn Prozent mehr als 57 Prozent des gesamten österreichischen Privatvermögens.

2020 wurden 346.172 Millionäre gezählt
Noch höhere Werte gab es nur in der Schweiz (64 Prozent) und in den Niederlanden (63 Prozent). 2020 wurden in Österreich 346.172 Millionäre gezählt. In der Gesamtsumme der Privatvermögen liegt Österreich laut RSF mit 4,5 Billionen Euro auf Platz neun hinter Belgien, der Schweiz, den Niederlanden und Spanien. Spitzenreiter ist Deutschland (16,4 Billionen Euro) vor Frankreich (12,6 Billionen Euro) und Großbritannien bzw. Italien mit je zehn Billionen Euro.

Studie bezieht sich auf 16 EU-Länder und die Schweiz
Insgesamt seien die Privatvermögen im ersten Pandemiejahr 2020 in diesem Ländern trotz Rückgangs der Wirtschaftsleistung gewachsen. Zudem sei dort das reale Bruttoinlandsprodukt 2020 um 6,4 Prozent zurückgegangen, während die Privatvermögen um 3,9 Prozent auf das Allzeithoch von 69 Billionen Euro zulegten.

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Die Vermögenden werden wahrscheinlich ein noch größeres Stück vom wachsenden privaten Vermögenskuchen abbekommen.

RFS-Chef Robert Ruttmann

Die Verteilung der Vermögen zeige, dass die Ungleichheit zwischen Armen und Reichen europaweit zunehme. Die Entwicklung werde sich zudem fortsetzen. „Die Vermögenden werden wahrscheinlich ein noch größeres Stück vom wachsenden privaten Vermögenskuchen abbekommen“, sagte der RFS-Chef Robert Ruttmann.

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