07.12.2021 12:39 |

Hohe Impfquote

Lockdown: Doskozil will „gezielte Lockerungen“

Für Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) ist eine „kontrollierte Öffnung“ von Handel, Tourismus und Gastronomie vertretbar. Dank der österreichweit höchsten Impfquote sei die Situation im Burgenland zwar angespannt, aber stabil.

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Doskozil tritt vor dem Bund-Länder-Gipfel zum Corona-Lockdown am Mittwoch für gezielte Lockerungsschritte ein. Sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung brauche eine klare, planbare Perspektive raus aus dem Lockdown, bei der auch auf regional unterschiedliche Entwicklungen Rücksicht genommen werden sollte.

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Das Burgenland verzeichnet stark sinkende Infektionszahlen, baut seine Spitzenposition beim Impfen auch bei den Drittstichen aus und verzeichnet gleichzeitig eine stabile Situation in den Spitälern. Das ergibt ein Gesamtbild, das eine Verlängerung eines harten Lockdowns nicht rechtfertigen würde.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

Doskozil: „Für wichtige Bereiche der Wirtschaft, die über bewährte Sicherheits- und Hygienekonzepte verfügen, ist eine kontrollierte Öffnung ab dem 13. Dezember vertretbar. Das betrifft aus burgenländischer Sicht den Handel ebenso wie die Hotellerie und die Gastronomie ohne Nachtbetrieb und mit zugewiesenen Sitzplätzen.“

Hoffen auf Zustimmung
Er hoffe, dass es beim Gipfel am Mittwoch einen breiten Konsens zwischen Bund und Ländern über die weitere Vorgangsweise und Umsetzungsdetails geben werde, so Doskozil. „Es braucht so viel bundeseinheitliche Steuerung wie nötig und so viel regionalen Spielraum wie möglich. In Ländern wie dem Burgenland, wo die Impfbereitschaft extrem hoch ist, muss die Bevölkerung auch das Gefühl haben, dass sich ihr Engagement und ihr Verantwortungsbewusstsein auszahlt“, erklärt Doskozil mit Verweis auf aktuelle Zahlen.

Über 90.000 Auffrischungsimpfungen
Demnach haben bereits mehr als 90.000 Personen - das sind 30,5 Prozent und damit fast ein Drittel der Burgenländer - ihre Covid-19-Auffrischungsimpfung erhalten. Das Burgenland habe damit sein selbst gestecktes Ziel für Drittstiche bis zum Jahresende durch ein höchst professionelles Impfmanagement schon Anfang Dezember geschafft, so Doskozil.

Auch bei den Erstimpfungen hat das Burgenland die Nase vorn: Rund 77 Prozent der Gesamtbevölkerung haben zumindest die erste Teilimpfung bekommen. „Der Weg der positiven Anreize hat sich im Burgenland bezahlt gemacht. Wir sollten ihn auch in Hinblick auf sinnvolle Lockerungsschritte weitergehen - wobei selbstverständlich klar ist, dass wir die Spitalskapazitäten immer im Blick haben müssen“, betont der Landeshauptmann.

 Burgenland-Krone
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