26.11.2021 15:40 |

Kinder-Immunisierung

Bundesländer ziehen beim Schul-Impfen mit

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bietet den Bundesländern Unterstützung mit 640 Schulärzten bei der Impfung von Kindern an: Die wird gerne angenommen, wie ein „Krone“-Rundruf ergab.

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In einem Brief an die Landeshauptleute verwies Faßmann, wie berichtet, auf die rechtliche Möglichkeit, die Schulärzte auch abseits ihrer Tätigkeit an Schulen für die Beratung und zur Durchführung von Impfungen einzusetzen. Mehrkosten abseits der bestehenden Dienstverhältnisse will das Gesundheitsministerium tragen, nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren gegeben hat.

„Wir begrüßen jede Möglichkeit“
In einem Rundruf der „Krone“-Redaktionen in den neun Bundesländern ergibt sich nun ein einstimmiges Bild: „Wir begrüßen jede Möglichkeit“, heißt es vom Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ), der aber die Vorreiterrolle der Hauptstadt betont. Bereits seit August seien mobile Impfteams und Impfbusse vor Berufsschulen und Gymnasien im Einsatz. Im Austria Center Vienna wurden Schulklassen geimpft, zudem gibt es dort Österreichs erste Kinder-Impfstraße.

Schulärzte sollen ins Boot geholt werden
In der Steiermark sagt die zuständige Landesrätin Juliane Bogner-Strauß: „Die steirische Impfkoordination wird mit den Schulärzten in Kontakt treten. Wir wollen sie bei der Kinderimpfung ins Boot nehmen.“ Dem Angebot folgen auch Vorarlberg, Oberösterreich, Tirol, Kärnten, Salzburg und Niederösterreich, wobei die meisten Länder ohnehin über erweiterte Impfangebote die Kinder-Impfungen beschleunigen wollen und die neue Möglichkeit über die Bundesschulärzte als gern angenommenen Zusatz einbinden werden.

Im Burgenland gibt sich die Landesspitze etwas abwartender: Zum Start ab Dienstag soll einmal mit Kinderärzten und Allgemeinmedizinern geimpft werden. Man werde aber mit den Schulärzten Kontakt aufnehmen und je nach Bedarf auf sie zurückgreifen.

 Kronen Zeitung
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