17.12.2004 12:51 |

TFT-Test

Flachmänner überwinden Kinderkrankheiten

Die Verbraucherzeitschrift „Konsument“ hat insgesamt 24 Flachbildschirme mit Bildschirmdiagonalen von 17 und 19 Zoll unter die Lupe genommen und ausgiebig getestet. Dabei kam heraus, dass die „Kinderkrankheiten“ der Monitore weitgehend verschwunden sind, dennoch machten einige Kandidaten auch Probleme.
Die gute Nachricht zuerst: Aktuelle Flachbildschirmeweisen kaum noch "blinde Flecken" (Pixelfehler) auf, die verzögerteWiedergabe von bewegten Bildern hält sich in erträglichenGrenzen und man darf sogar ruhig auch einmal von der Seite einen"schiefen Blick" auf den Bildschirm riskieren.
 
Viele Geräte "gut" aber dick
Die schlanken TFT-Schirme kosten trotz Preisverfallsimmer noch mehr als herkömmliche Modelle. Die Preise reichenim Test von 300 bis 825 Euro. Drei Viertel aller Geräte bekamendie Wertung "gut" -, dennoch gab es erkennbare Unterschiede zwischenden einzelnen Produkte. So schlank wie oft angenommen sind vieleTFTs gar nicht: Die Hälfte der Prüflinge bringt es immerhinauf eine Tiefe von 20 oder mehr Zentimeter.
 
Entweder schnell oder guter Einsichtwinkel
Bei superschnellen Action-Spielen hinken die TFTsden Röhrengeräten in Sachen Bildaufbau teilweise nocherheblich nach. Nur zehn Geräte punkten in dieser Kategoriemit Schnelligkeit. Doch dort wo die Bildschirmreaktion rasch erfolgt,geht dies - technologiebedingt - auf Kosten des Betrachtungswinkels.
 
Farben und Leuchtkraft ungleichmäßig
Farben werden auf den Flachmännern eher ungleichmäßigdargestellt. Das heißt, die Farbe hat im Zentrum einen etwasanderen Farbton als in den Ecken. Deutlich verbesserungswürdigist die Hintergrundbeleuchtung - bei einigen Geräten beträgtder Helligkeitsunterschied zwischen Zentrum und Randbereich 30Prozent. In punkto Lichtreflexionen und Kontraste haben hingegendie meisten Geräte aufgeholt.
 
Hohe Auflösung ist pflicht
Was viele nicht wissen: TFTs funktionieren nur miteiner Bildschirmauflösung von 1280 mal 1024 Bildpunkten optimal- eine kleinere Auflösung führt zu verschwommenem Bild.Praktisch: Viele Geräte lassen sich um 90 Grad drehen - wasvor allem bei Textarbeiten und auch beim Surfen im Internet praktischist.
 
Tipps zum Kauf
Der "Konsument" empfiehlt, sich vor dem Kauf vomVerkäufer zeigen lassen, ob die Farb- und Helligkeitsverteilunggleichmäßig ist. Pixelfehler zeigen sich oft erst nacheinigen Betriebsstunden - auf ein Vorführgerät zurückgreifenist daher keine schlechte Idee. Andernfalls Rückgaberechtvom Verkäufer bestätigen lassen.
 
Den genauen Testbericht findet man im Jänner-"Konsument".
Montag, 14. Juni 2021
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