Jahrestag Pogromnacht

Stadt Güssing bekennt sich zu ihrer Vergangenheit

Burgenland
09.11.2021 17:45

Aus einem Schulprojekt der BORG Güssing wurde ein Stadtprojekt: Der Jahrestag der Pogromnacht am 9. November wird nun zum Anlass genommen, mit Stolpersteinen an die ehemaligen Mitbürger zu erinnern, die vertrieben oder ermordet wurden.

Anna Lagler, Jakob und Ida Grünfeld, Leopold und Helene Latzer, Aladar und Elsa Latzer, Samuel Latzer, Oskar und Piroska Mayer waren normale Güssinger Bürger. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden sie verfolgt, ermordet oder wurden vertrieben, aus dem einzigen Grund: weil sie Juden waren.

Die Güssinger Historische Gesellschaft will die Erinnerung an sie, stellvertretend für die übrigen 1.300 getöteten jüdischen Burgenländer, bewahren und ließ darum sogenannte Stolpersteine anfertigen.

Erste Stolpersteine im Burgenland
Gestern, Montag, wurden die letzten Steine im Beisein der Initiatoren und Landtagspräsidentin Verena Dunst an Ort und Stelle verlegt. Projektleiter Michael Hammer - selbst Absolvent der BoRG - möchte damit erreichen, dass die Güssinger Innenstadt nicht nur ein „Gedenk-“, sondern auch ein „Lernort“ wird. Im Burgenland sind sie damit die Ersten.

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