06.11.2021 10:53 |

Kritik an Maßnahmen

„Diese Regeln sorgen wieder für private Treffen!“

636 Neuinfektionen verzeichnet das Land Kärnten von Freitag auf Samstag. In den vergangenen sieben Tagen waren es im Schnitt 404. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Samstag bei 504.

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131 Personen, um drei mehr als noch am Freitag, werden derzeit stationär behandelt, 23 von ihnen befinden sich auf einer Intensivstation. In den vergangenen 24 Stunden starben zwei Kärntner an oder mit Covid-19. Seit Pandemiebeginn wurden in Kärnten 860 Coronatote verzeichnet.

Politik: Kritik wegen Maßnahmen 
„Dass jetzt sogar die bisher verlässlichen PCR-Tests nicht mehr zum Eintritt in ein Gasthaus oder zu einem Friseurbesuch berechtigen, ist nicht nachvollziehbar. Die Bundesregierung schießt mit diesen Regelungen über das Ziel hinaus“, sagt Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer am Samstag.

„Diese Maßnahmen sorgen wieder für private, unkontrollierte Treffen!“
Er befürchtet, dass viele Aktivitäten aus dem öffentlichen Bereich in den privaten Raum verlagert werden: „Wenn in der Gastro nur mehr 2G gilt, werden sich viele Treffen und Feiern im privaten Bereich abspielen. Auch abgelegene Parkplätze dürften in der Nacht wieder zur Partylocation verwandelt werden. Ob das gewollt ist, muss bezweifelt werden.“

Kärntner Wirtschaft unterstützt Corona-Verschärfungen
„Selbstverständlich ist die Einschränkung auf 2G für viele betroffene Branchen wieder ein herber Rückschlag und kostet Kundenfrequenz und Umsatz, wovor wir seit Wochen gewarnt haben“, erklärt WK-Präsident Jürgen Mandl. „Gesamtwirtschaftlich ist diese Lösung aber immer noch besser, als der Infektionsausbreitung weiter tatenlos zuzusehen, was nicht nur vermeidbares menschliches Leid verursacht, sondern letztlich die gesamte touristische Wintersaison infrage stellt.“

Extreme Einbußen, viele junge Menschen nicht geimpft
„Für den heimischen Tourismus ist die vorgezogene Einführung der 2G-Regel eine drastische Einschränkung, doch die Betriebe seien nach dem Totalausfall des vergangenen Jahres auf eine Wintersaison 2021/22 angewiesen“, so Mandl. Die Verschärfung sei ein wichtiges Signal in Richtung der Herkunftsmärkte Deutschland, Italien, aber auch Osteuropa, dass sich Österreich ernsthaft bemühe, seinen Gästen ein sicheres Wintersporterlebnis zu bieten.

„Nachdem aber ausgerechnet in der jungen Zielgruppe zwischen 15 und 35 rund 40 Prozent nicht geimpft sind, bedeutet das klarerweise deutliche Einbußen. Aus meiner Sicht ist es also unerlässlich, rechtzeitig über eine angemessene Unterstützung der betroffenen Branchen und Betriebe zu sprechen“, betonte Mandl in Richtung der Bundesregierung.

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