Die FPÖ ist nicht zu zügeln. Immer wieder prescht die Partei vor, wenn es um den Einsatz einer berittenen Polizei geht. Angesichts der anhaltend hohen Aufgriffszahlen im Burgenland unternimmt der freiheitliche Klubobmann Johann Tschürtz einen weiteren Vorstoß. Er sieht in Patrouillen hoch zu Ross einen wirksamen Beitrag zur Grenzsicherung im Burgenland. An den Kosten soll es nicht scheitern, die seien überschaubar.
Seit vielen Jahren nehmen sich die Freiheitlichen immer wieder des heftig diskutierten Themas an. Bereits in den 1990er-Jahren ist in der Bundeshauptstadt berittene Polizei gefordert worden – als „geländegängige, umweltfreundliche Streife“ für den Wurstelprater und die Donauinsel. Unter dem vormaligen Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) war das Projekt „Berittene Polizei“ schließlich im Juni 2018 ins Leben gerufen worden, wurde aber im November 2019 von seinem Nachfolger eingestellt.
Neuer Vorstoß für Patrouille auf dem Pferd
Jetzt greift Tschürtz die Idee erneut auf. Er ist von der Effektivität von Polizeireitern zur Grenzsicherung im Burgenland überzeugt. Schon im Sommer 2017 war er als Landeshauptmann-Stellvertreter mit Wiens damaligen Vizebürgermeister Johann Gudenus auf Lokalaugenschein im Stall der „Rosenheim Cops“ in Bayern.
Diese Einheiten haben viele Vorteile. Sie sind unter anderem im Gelände flexibel einsetzbar. Und in der Bevölkerung werden sie äußerst gern gesehen.
Johann Tschürtz, FPÖ-Klubobmann
In seiner Ansicht über Patrouillen hoch zu Ross ist Tschürtz seither sattelfest: Der FPÖ-Klubchef kann sich eine Truppe mit bis zu 20 Pferden vorstellen. Die grob geschätzten Kosten von 100.000 Euro sieht er nicht als unüberwindbares Hindernis an.
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