26.10.2021 14:13 |

„Impfburg“ am Feiertag

Bundespräsident lud zur Impfung in die Hofburg

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat die Ausflugsfreudigkeit der Österreicher am Nationalfeiertag genutzt, um für Schutzimpfung gegen das Coronavirus zu werben. Er lud insgesamt 300 impfwillige Personen in die Hofburg, die am Dienstag in eine „Impfburg“ umgewandelt worden war. „Kleiner Piks. Große Geste“, lautete das Motto im Kampf gegen die Pandemie, angenommen wurde das Angebot von manchen auch spontan.

Van der Bellen und seine Frau Doris Schmidauer öffneten persönlich die Tür im Schweizerhof für die wartenden Besucher. 300 Dosen des gut wirksamen Mittels von Biontech/Pfizer wurden durch die Johanniter verabreicht. 230 Personen hatten sich schon zuvor angemeldet, der Rest hatte sich spontan zur Impfung entschieden. Laut den Organisatoren handelte es sich großteils um Erststiche.

„Paradoxe Intervention“
Bis in den späten Nachmittag sollte in der Hofburg geimpft werden. Die ersten Besucher hatten zudem die Ehre, vom Bundespräsidenten persönlich bei diesem Schritt begleitet zu werden. Eine „paradoxe Intervention“ nannte Van der Bellen die Aktion, lasse man doch andernorts doch eher geimpfte Personen ein. Bereits vor dem ersten erfolgten „Piks“ resümierte er: „Und es scheint zu funktionieren.“

„Charme des Bundespräsidenten“ als Anreiz
Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte die „Impfburg“ besucht. Die Vollimmunisierung sei „der einzige wirksame Schutz“ gegen das Coronavirus, betonte er ein weiteres Mal. Umso mehr freute ihn, dass sich so viele Menschen „dem Charme des Bundespräsidenten nicht entziehen konnten“. Der Besuch des Staatsoberhaupts sei somit „ein weiterer Anreiz, sich impfen zu lassen“.

Während sich in der Hofburg die Impfbereiten trafen, formierten sich davor die Impfgegner. Mehre Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen waren am Nationalfeiertag angemeldet. Darunter auch eine im Inneren Burghof. Die Kundgebung mit einer Handvoll Besucher verlief vorerst recht ruhig. Andernorts zogen Demonstranten in schwarzen Kutten um den Heldenplatz, um auf angebliche „Impftote“ aufmerksam zu machen.

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