„Sicherheitsrisiko“
US-Geheimdienste: Mehr Kriege durch Klimawandel
Willkommene, wenn auch besorgniserregende Schützenhilfe für Präsident Joe Biden im Kampf gegen Klimaleugner im eigenen Land. Denn die US-Geheimdienste erklären die Erderwärmung - wohl nicht zufällig vor dem UNO-Gipfel in Glasgow - zum nationalen Sicherheitsrisiko.
Ein einziger Senator – ausgerechnet der Demokrat Joe Manchin aus West Virginia – könnte den ambitionierten Klimaschutz-Plan des US-Präsidenten zu Fall bringen. Denn Manchin, dessen Bundesstaat wegen der zahlreichen Öl- und Gasraffinerien als fossiles Herz Nordamerikas gilt, könnte durch seine Ablehnung das Öko-Programm scheitern lassen. Denn die Biden-Partei ist im 100-Sitze-Senat mit genau 50 Abgeordneten vertreten.
Der Report der 18 US-Geheimdienste kommt dem Präsidenten daher gelegen. „Unserer Einschätzung nach wird der Klimawandel die Risiken für die nationalen Sicherheitsinteressen der USA zunehmend verschärfen“, schlägt Koordinatorin Avril Haines Alarm. Die Topbeamtin spricht von geopolitischen Spannungen, weil die Länder sich einen Wettlauf über die Kontrolle von Ressourcen und dominanten Technologien liefern werden. Ausdrücklich verweist der Bericht auf die Gefahr aus China.
Eindringlich warnt der Secret Service vor dem „wachsenden Risiko von Konflikten über die globalen Wasserreserven“. Konkret richten sich die Blicke der Geheimdienste auf die Arktis, wo das Schmelzen des Eises den Wettkampf um Rohstoffe verschärfen werde. Zudem warnt die Analyse vor Spannungen wegen drohender Nahrungsmittel- und Energieknappheit.
Prompt warnt Biden vor seinem baldigen Abflug nach Glasgow vor einer „existenziellen Bedrohung für die Menschheit“.
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