„Er war Familie“

Gloria Estefan wurde als Kind sexuell missbraucht

Adabei
01.10.2021 11:10

Gloria Estefan hat Missbrauchserfahrungen in ihrer Kindheit öffentlich gemacht. „93 Prozent der missbrauchten Kinder kennen die Täter und vertrauen ihnen, und ich weiß das, weil ich eines von ihnen war“, sagte die 64-Jährige am Donnerstag in ihrer Talkshow „Red Table Talk: The Estefans“, die sie gemeinsam mit ihrer Tochter Emily Estefan (26) und Nichte Lili Estefan (54) präsentiert.

„Er war Familie, aber keine enge Familie“, führte die Sängerin weiter aus. Der Täter sei in einer Machtposition gewesen, da Glorias Mutter sie als Neunjährige auf seine Musikschule geschickt habe. Er habe zur Mutter gesagt, „wie talentiert ich sei und dass ich besondere Aufmerksamkeit brauche, und sie schätzte sich glücklich, dass er diese Art von Aufmerksamkeit auf mich lenkte“.

Täter drohte Estefan, ihre Mutter zu töten
Der Täter habe ihr gedroht, er werde ihre Mutter töten, falls sie ihr von dem Missbrauch erzähle. Deshalb habe sie zunächst Krankheiten vorgetäuscht, um nicht zur Musikschule gehen zu müssen. Eines Tages habe sie es nicht länger ausgehalten und ihrer Mutter davon berichtet. „Dann kam die Polizei“, erzählte sie weiter.

Die Beamten hätten ihr jedoch davon abgeraten, vor Gericht zu gehen. „Und das ist die eine Sache, wegen der ich mich schlecht fühle, da ich weiß, dass es andere Opfer gegeben haben muss.“ Die Sängerin gab an, bisher nur innerhalb der Familie über den Missbrauch gesprochen zu haben.

„Bachelorette“-Star Crawley von Priester missbraucht
Im weiteren Verlauf der Sendung sprach Estefan noch mit der US-Realitydarstellerin Clare Crawley, die von eigenen Missbrauchserfahrungen als Kind berichtete. Sie sei von einem Priester sexuell missbraucht worden, erklärte die „Bachelorette“-Beauty. „Man hat nie über sexuellen Missbrauch in der Kirche gehört, niemand hat darüber je gesprochen“, erklärte sie. „Diese Räuber setzen darauf, dass wir schweigen.“

Die Episode der Online-Show, die bei Facebook Watch ausgestrahlt wird, trägt den Titel „Betrayed by Trusted Adults“  - also „von vertrauten Erwachsenen betrogen“.

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(Bild: kmm)



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