Die Pläne der Post:

Bis 2030 Frauenquote von 40% in Führungspositionen

Wirtschaft
12.08.2021 15:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Österreichische Post will bis 2030 einen Frauenanteil von 40 Prozent in Leitungsfunktionen haben. Das verriet Postchef Georg Pölzl am Donnersdtag bei einer Pressekonferenz. Dort legte er auch die Zahlen des 1. Halbjahres 2021 vor: Demnach verbesserte sich das Betriebsergebnis (Ebit) im Jahresvergleich um 114,5 Prozent auf 103,4 Millionen Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 64,3 Prozent auf 184,5 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 28,4 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro zu.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Bereiche sieht die Halbjahresbilanz der Post wie folgt aus: Paketvolumen in Österreich plus 20 Prozent (Türkei +24 %, CEE +21 %), plus 2 Prozent bei den Werbesendungen und minus 3 Prozent beim Briefvolumen. In Cash ausgedrückt gab es in der Division Brief & Werbepost einen Zuwachs von 3 Prozent auf 608,2 Millionen Euro, bei Paket & Logistik ein Plus von 70,7 Prozent auf 628,1 Millionen Euro und bei Filiale & Bank einen Anstieg von 18,9 Prozent auf 34,0 Millionen Euro.

Boom bei den Paketen, florierende Auslandsbeteiligungen
Für die guten Zahlen sorgten der Boom bei den Paketen und die florierenden Auslandsbeteiligungen, beim starken Zuwachs half aber auch das vergleichsweise schwache zweite Quartal 2020, als ganz Österreich in den ersten Corona-Lockdown ging.

Weiterhin „attraktive“ Dividende
Pölzl will auch heuer wieder eine „attraktive“ Dividende anbieten - das börsennotierte Unternehmen gehört zu 53 Prozent dem Staat - sowie weiterhin kräftig in Logistikzentren investieren und die Frauenquote nach oben schrauben. Derzeit liegt diese konzernweit bei rund 34 Prozent, in den Leitungsebenen bei 24 Prozent. 

Allgemeiner Fachkräftemangel trifft auch die Post
Der allgemeine Fachkräftemangel trifft auch die Post in allen Bereichen. Reagiert wurde darauf mit eine verstärkten Mitarbeiterwerbung, aber auch gehaltsseitig habe man reagiert. Wobei die Post ohnehin im Logistiksektor die besten Löhne bezahlt, so Pölzl. 17.907 Mitarbeiter hat die Post in Österreich, das sind um 475 mehr als noch vor einem Jahr. 4631 Postler haben noch einen Beamtenstatus, ihre Zahl sinkt kontinuierlich. Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2020 gab es heuer um 289 Beamtinnen und Beamte weniger.

Rund 120 Mitarbeiter hat die Post für die Umstellung bei der Umsatzsteuer-Freigrenze bereitgestellt. „Das ist viel mehr Arbeit bei viel weniger Umsatz“, zeigte sich Pölzl wenig erfreut. Zur Erklärung: Seit Anfang Juli wird für Waren aus Nicht-EU-Staaten in der EU auch für Produkte mit einem Wert unter der bisherigen Freigrenze von 22 Euro eine Umsatzsteuer fällig. Der eigentliche Zoll gilt weiter für Waren mit einem Wert ab 150 Euro.

Pölzl: Amazon bald zweitgrößter Paketzusteller in Österreich
Im florierenden Paketgeschäft halte die Post derzeit bei einem Marktanteil von 58 Prozent, im Privatkundengeschäft seien es über 70 Prozent - noch. Denn der „rising star“ sei hier Amazon, derzeit noch mit einem Marktanteil von zehn Prozent, Tendenz stark steigend. Pölzl rechnet damit, dass der US-Onlinekonzern bald die Nummer 2 am Privatsektor sein wird. Diesen Platz hält derzeit noch die DPD. Amazon ist für die Post nicht nur Konkurrent, sondern auch Umsatzbringer. So wird ein Großteil der Amazon-Retouren über die Post abgewickelt.

Sehr zufrieden zeigte sich Pölzl mit der türkischen Pakettochter Aras Kargo. Mit 6500 Mitarbeitern, 47 Logistikstandorten, 900 Filialen und über 5.000 Fahrzeugen sei sie ein „Top-Player“ am türkischen Paketmarkt. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete das Istanbuler Unternehmen einen Umsatz von 161 Mio. Euro.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Wirtschaft
12.08.2021 15:48
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung