11.08.2021 06:52 |

Deutsche verdächtig

8500 Impflingen Kochsalz statt Vakzin gespritzt?

Im Frühjahr war noch von ein paar wenigen Opfern die Rede, doch nun nimmt ein Skandal rund um eine deutsche Rotkreuz-Mitarbeiterin, die Kochsalz statt Impfstoff in Spritzen aufgezogen haben soll, riesige Dimensionen an. Die Ermittler gehen davon aus, dass bis zu 8500 Spritzen manipuliert worden sind. Es sollen zudem politische Motive und kein Missgeschick hinter den Taten stecken.

Im April sorgte ein vermeintlicher Unfall im Impfzentrum Friesland im deutschen Niedersachsen für Aufsehen: Einer Mitarbeiterin soll eine Ampulle eines Impfstoffs zu Bruch gegangen sein - um das Malheur zu vertuschen, habe sie dann die fehlenden Dosen durch eine ungefährliche Kochsalzlösung ersetzt. Als sie sich einer Kollegin anvertraute, flog der Vorfall auf. Doch ein paar Monate später gehen die Ermittler davon aus, dass es Tausende Geschädigte geben könnte.

Behörden berichten von 8557 möglichen Opfern
Die Verdächtige hatte in dem Impfzentrum in der Stadt Schortens Spritzen aufgezogen. Im Zeitraum zwischen dem 5. März und dem 20. April soll sie den Wirkstoff allerdings weggelassen haben. Ermittlungen ergaben, dass die Mitarbeiterin mit Corona-kritischen Postings in sozialen Medien aufgefallen war. „Nach aktuellen polizeilichen Erkenntnissen besteht die Gefahr, dass die Verursacherin auch in weiteren Fällen anstelle des Impfstoffs nur eine Kochsalzlösung in den Spritzen aufgezogen hat“, ließen die Behörden sowie der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes wissen. Nun ist von mehr als 8557 möglichen Opfern die Rede.

Nachholimpfungen statt Antikörpertests
Den Betroffenen sollen nun Nachholimpfungen angeboten werden, die angesichts der „unklaren Situation“ wichtig seien. Diese Maßnahme wurde mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und der Ständigen Impfkommission abgestimmt und entschieden
. Antikörpertests zur Überprüfung des Impfstatus seien nach dem langen Zeitraum nicht aussagekräftig genug - die Behörden teilten jedoch mit, dass die Nachholimpfungen auch außerhalb der üblichen Impfintervalle unbedenklich seien.

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