Da haben sich also Abgeordnete und Mitarbeiter von FPÖ, SPÖ, Grünen und NEOS nach dem Auftritt von Sebastian Kurz im Ibiza-Untersuchungsausschuss vor einer Woche zu einem kleinen Umtrunk getroffen. Was es dort zu feiern gab, ist nicht ganz klar, die ÖVP war jedenfalls nicht eingeladen. Sie hatte aber ohnehin am selben Abend ihren eigenen Heurigen.
Die Parlaments-Party hat nun ein böses Nachspiel. Der FPÖ-Fraktionsführer im U-Ausschuss, Christian Hafenecker, war mit Corona infiziert und steckte offenbar mehrere Abgeordnete und auch Journalisten an; vom positiven Test erfuhr er erst einen Tag später. Sieben Personen sind mittlerweile in Quarantäne, sechs waren bereits geimpft, manche sogar schon das zweite Mal. Der Cluster wächst und war am Mittwoch auch Streitthema bei der letzten Parlamentssitzung vor der Sommerpause. Schuldzuweisungen inklusive.
Was hier geschehen ist, sollte uns eine Warnung sein. Es erinnert daran, dass eine Impfung zwar vor einem schweren Krankheitsverlauf schützt, nicht aber vor einer Ansteckung. Es zeigt auch, dass das Tragen von Schutzmasken in Innenräumen weiterhin Sinn macht, auch wenn es nicht mehr vorgeschrieben ist. Vor allem wenn die 3-G-Regel gar nicht oder nur lasch kontrolliert wird.
Am Mittwoch gab es in Österreich wieder mehr als 100 neue Corona-Fälle. Die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch. Nein, die Pandemie ist noch lange nicht vorbei.
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