Psychisch krank
Brasilianer sperrt seine Ex-Frau acht Jahre in Keller ein
Wie brasilianische Medien am Freitag berichteten, machte eine anonyme Anzeige die Polizei auf den Fall aufmerksam. Die Beamten fanden die 64-jährige Ex-Frau völlig verwahrlost in einem dunklen, verschimmelten und mit einem Vorhängeschloss abgesperrten Raum. Dort lag sie fast nackt auf einer Schaumstoffmatratze.
Sohn verteidigt Verhalten des Vaters
Der Mann und seine Freundin wurden von der Polizei in Handschellen abgeführt. Der Brasilianer hatte laut Polizei zunächst angegeben, dass er seine Frau 16 Jahre lang in den Keller eingesperrt habe, die Angaben aber dann auf acht Jahren korrigiert. Auch der gemeinsame Sohn wusste über das Vorgehen Bescheid und verteidigte das Verhalten seines Vaters, immerhin hätte es keinen anderen Weg gegeben, da die Frau in keinem Heim Aufnahme gefunden habe. Selbst Nachbarn berichteten, das Paar habe sich um die Ex-Frau gekümmert und sie nicht misshandelt.
Anwalt spricht von sozialpolitischem Problem
Der Verteidiger Jose Carlos Gallo betonte, es handle sich nicht um ein Verbrechen, sondern ein sozialpolitisches Problem. "Versuchen Sie mal, jemanden mit mentalen Problemen in eine Einrichtung zu bekommen. Es wird nicht gelingen. Das Paar war auch nicht in der Lage, eine Krankenschwester zu beschäftigen. Das sind einfache Leute." Beide müssen nun mit einer Anklage wegen Freiheitsberaubung und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.
Symbolbild
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