Bei seinem fünften Flug ist der Mars-Hubschrauber „Ingenuity“ - wie erst jetzt bekannt wurde - kurzeitig außer Kontrolle geraten. Schuld daran war laut Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA ein Navigationsfehler, der den Mini-Helikopter auf einen wilden Schlingerkurs schickte. Doch die NASA gibt Entwarnung: Das Fluggerät konnte sicher landen, allerdings ein paar Meter abseits des geplanten Landeplatzes.
„Ingenuity“ landete nach seinem fünften Flug rund 130 Meter weiter südlich wieder auf dem Roten Planeten. Bei seinem fünften Abheben habe der Mini-Hubschrauber eine Rekord-Flughöhe von rund zehn Metern erreicht, wie die NASA am Freitag vor einer Woche mitteilte. Damals hatte sie auch eine erste Ton-Aufnahme vom vierten Flug von „Ingenuity“ veröffentlicht.
Schlingerkurs nach Problem mit Navigation
Bei seinem bislang letzten Flug am 22. Mai geriet der Hubschrauber nach etwa einer Minute in etwa zehn Metern Höhe kurzzeitig außer Kontrolle. Der Grund für den wilden Schlingerkurs: Bilder, die von einer Onboard-Kamera aufgenommen werden, wurde nicht im Navigationssystem von „Ingenuity“ registriert, wodurch der Zeitablauf durcheinander geriet. Von da an reagierte der Helikopter kurzzeitig auf falsche Informationen, so die NASA.
Erstes Luftfahrzeug auf fremdem Planet
„Ingenuity“ war am 19. April zum ersten Mal abgehoben - und hatte damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Seitdem ist der Hubschrauber bereits vier weitere Male geflogen. Seine ursprünglich auf rund 30 Tage angelegte Mission ist zunächst um rund 30 Tage verlängert worden.
Wegen der dünnen Atmosphäre, die nur rund ein Prozent der Dichte von jener der Erde hat, müssen die Rotoren zudem auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen - ein Vielfaches dessen, was Hubschrauber auf der Erde erreichen. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht „Ingenuity“ aus seiner durch Sonnenstrahlen gespeisten Batterie.
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