08.05.2021 11:16 |

Ton veröffentlicht

So klingt es, wenn der Mars-Hubschrauber fliegt

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat in der Nacht auf Samstag eine erste Tonaufnahme des vierten Flugs des Mars-Hubschraubers „Ingenuity“ veröffentlicht. Der Rover „Perseverance“, mit dem der Mini-Helikopter im Februar auf dem Roten Planeten gelandet war, habe die Töne am 30. April bei dem knapp zwei Minuten dauernden Flug von „Ingenuity“ mit einem seiner Mikrofone aufgenommen, teilte man mit.

Es handle sich um die erste Audio-Aufnahme, die je ein Raumfahrzeug auf einem anderen Planeten von einem anderen Raumfahrzeug gemacht habe. Besonders gut hören kann man den Hubschrauber allerdings nicht, da „Perseverance“ aus rund 80 Metern Entfernung aufnahm und zusätzlich die dünne Mars-Atmosphäre und der Wind die Fluggeräusche dämpfen und übertönen. Aber schon das Wenige, das man hören kann, sei eine „sehr große Überraschung“ und eine „Goldmine für das weitere Verständnis der Mars-Atmosphäre“, sagt Wissenschaftler David Mimoun.

„Perseverance“ (auf Deutsch etwa: Durchhaltevermögen) hatte zuvor bereits Audio-Aufnahmen von seiner Landung, vom Ausprobieren seines Lasers und von einer Fahrt über den Mars zur Erde geschickt. Der Rover und der Hubschrauber „Ingenuity“ (auf Deutsch etwa: Einfallsreichtum) waren Ende Februar - nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern - mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten Mars-See namens Jezero Crater aufgesetzt.

Erstes Luftfahrzeug auf fremdem Planet
„Ingenuity“ war am 19. April zum ersten Mal abgehoben - und hatte damit als erstes Luftfahrzeug einen Flug auf einem anderen Planeten absolviert. Seitdem ist der Hubschrauber bereits drei weitere Male geflogen. Seine ursprünglich auf rund 30 Tage angelegte Mission ist zunächst um rund 30 Tage verlängert worden.

Wegen der dünnen Atmosphäre, die nur rund ein Prozent der Dichte von jener der Erde hat, müssen die Rotoren zudem auf 2537 Umdrehungen pro Minute beschleunigen - ein Vielfaches dessen, was Hubschrauber auf der Erde erreichen. Die Energie für diese Kraftanstrengung zieht „Ingenuity“ aus seiner durch Sonnenstrahlen gespeisten Batterie.

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