Vor 40 Jahren haben sich der Angeklagte und das Opfer scheiden lassen. Doch sie kamen Jahrzehnte später wieder zusammen, trennten sich erneut und probierten es abermals. Im Jänner 2026 stach der 70 Jahre alte Flachgauer in Mattsee auf seine Ex-Frau ein, heißt es in der Anklage wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes.
Der Angeklagte und das Opfer kennen sich seit 1978. Sie heirateten, bekamen ein Kind und ließen sich acht Jahre später scheiden. Wohl des Kindes wegen blieb der Kontakt aufrecht, bis zehn Jahre später Obsorge-Streitigkeiten diesen beendeten.
2013 redeten sie wieder miteinander, zeitweise zog der Angeklagte ins Haus der Ex-Frau – um ein paar Jahre danach auszuziehen. Ende 2025 bat er aus Obdachlosigkeit um eine Bleibe. Wenige Wochen später kam es zur Bluttat: Der Flachgauer (70) soll laut Anklage der Staatsanwaltschaft am 12. Jänner in Mattsee seine Ex-Ehefrau mit drei Messerstichen versucht haben zu töten.
Das Motiv laut Anklage: Groll seit der 40 Jahre zurückliegenden Trennung. Die Stiche gingen in die Brust, den Bauch und den Beinbereich des Opfers. Die Tatwaffe war ein 20 Zentimeter langes Küchenmesser. Der 70-Jährige ist seither in Untersuchungshaft. Der Geschworenen-Prozess beginnt am Mittwoch. Verteidigt wird der Angeklagte von der Kanzlei Jelinek. Bei einer Verurteilung drohen zwischen zehn und 20 Jahre bzw. lebenslange Haft.
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