19.05.2021 06:02 |

„Staatliches Versagen“

Gesiba: Mio.-Schaden durch Commerzialbank-Pleite

Die krachende 820-Millionen-Pleite der Mattersburger Commerzialbank hat auch viele Unternehmen getroffen, die dort Einlagen getätigt hatten. Darunter finden sich börsenotierte Top-Firmen wie Frequentis, große Veranstalter, Versicherungs-Töchter, eine Bausparkasse – und auch der Wiener Wohnbau-Riese Gesiba.

Dessen Vorstand wehrt sich gegen politische Attacken: „Von uns sind 17,2 Millionen Euro an Einlagen betroffen – aber wir haben weder spekuliert, noch waren wir schlampig, das hat auch der Rechnungshof überprüft und bestätigt. Denn diese Mega-Pleite ist ein riesiges staatliches Prüfungsversagen!“

„Von Spekulation keine Spur“
Harte Worte, daher die Gegenfrage: Nicht spekuliert, weil die Mattersburger Bank höhere Zinsen bezahlte? Finanzchef Klaus Baringer: „Wir haben unsere Einlagen auf mehrere Institute verteilt, um das Risiko klein zu halten. Das waren Einlagen wie auf einem Oma-Sparbuch, konkret zu einem Prozent verzinst, von Spekulation war da keine Spur.“

„Aufsicht hatte keinerlei Warnhinweise gegeben“
Aber zu unvorsichtig bei einem kleinen Institut gewesen? General Ewald Kirschner: „Die Bilanzen der Bank waren ohne Einschränkung bestätigt, die Aufsicht hatte keinerlei Warnhinweise gegeben, der Kreditschutzverband signalisierte kein Risiko.“ Es sei alles im grünen Bereich gewesen, deshalb hat es ja auch etliche andere Firmen sogar mit Beträgen von jeweils mehr als 30 Millionen Euro getroffen.

Finanzchef Klaus Baringer: „Da wird jetzt versucht, aus einem Bankenskandal und einem staatlichen Prüfungsversagen eine Wohnbau-Polemik zu machen.“ Die Gesiba habe den Schadensfall bei einem jährlichen Gewinn von rund 20 Millionen Euro verkraften können, kein Mieter habe dadurch zu leiden.

Georg Wailand
Georg Wailand
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