Das Dienstverhältnis sei nun einvernehmlich aufgelöst und die ausgesprochene Entlassung und Abberufung zurückgenommen worden, hieß es am Donnerstag seitens der Kabeg. Die gegen Angrés erhobenen Vorwürfe, insbesondere jene der Pflichtverletzung, wurden "ausdrücklich zurückgezogen". Die Zusammenarbeit sei nun beendet worden, da "unüberbrückbare inhaltliche Unterschiede in der Gestaltung des notwendigen Veränderungs- und Entwicklungsprozesses sowie in der Führung der Geschäfte des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee bestanden haben". Über den Inhalt des Vergleiches wurde nichts bekannt gegeben.
"Verwundert und skeptisch" über den Vergleich zeigte sich SPÖ-Chef Peter Kaiser: "Damit sind die Vorbehalte jedenfalls keineswegs ausgeräumt, sondern bestenfalls abgekauft", stellte Parteichef Peter Kaiser fest. "Mit dem Vergleich gesteht Manegold quasi ein, dass sie von der unappetitlichen Spitzelaffäre, die der Grund für die Entlassung von Hoffnungsträger Angrés war, zumindest gewusst hat", ist die Gesundheitssprecherin Ines Obex-Mischitz überzeugt.
Scheuch: "Ein endgültiger Schlussstrich"
Zufrieden zeigte sich der FPK-Klubobmann und Kabeg-Aufsichtsratsvorsitzende Kurt Scheuch. "Damit ist ein endgültiger Schlussstrich gesetzt und somit auch das von der SPÖ entzündete politische Feuer gelöscht." Von der roten Kritik zeigte sich der FPK-Politiker unbeeindruckt: "Vielleicht würde die SPÖ gut daran tun, sich in Zukunft bei Kabeg-internen Betriebsentscheidung mit ihrem parteipolitischen Krimskrams zurückzuhalten und Manegold und ihr Team in Ruhe arbeiten zu lassen", so Scheuch.
Nach Betriebsversammlung vor die Tür gesetzt
Angrés war am 28. Oktober wenige Stunden nach einer Ärzte-Betriebsversammlung vor die Tür gesetzt worden. Kurz danach wurde ruchbar, dass ein Mitarbeiter von Kabeg-Rechtsanwalt Robert Kugler in die nicht-öffentliche Versammlung am 28. Oktober eingeschleust worden war, um dort ein Protokoll anzufertigen. Im Anschluss kam es zu der Vermutung, dass in dem Inhalt des Protokolls der Grund für die Entlassung von Angrés liegen könnte.
Kabeg-Chefin Mangeold dementierte umgehend, von dem Spitzel gewusst oder den Auftrag dazu gegeben zu haben. Murko will nun aber das Gegenteil beweisen.
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