07.05.2021 07:31 |

Studie aus Kärnten

Drittel der Schüler weiß nicht, was Zoonosen sind

Rund ein Drittel der befragten Jugendlichen konnten in einer internationalen Studie nicht darüber Auskunft geben, was eine Zoonose ist. Dass Krankheiten von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragen werden können, wussten knapp 29 Prozent der 656 Teilnehmer aus Österreich, Italien, Deutschland, Slowenien, Mauritius und Japan nicht. 

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie zeige, dass es hier Aufklärung bräuchte, so die Studienautoren im Fachblatt „Frontiers in Public Health“. Die Untersuchung ist Teil eines länderübergreifenden, EU-finanzierten Projekts namens „BIOCRIME“, das sich mit illegalem Kleintierhandel und der damit verbundenen Gefahr der Übertragung von Krankheiten zwischen Tier und Mensch auseinandersetzt.

Land Kärnten an Umsetzung beteiligt
Ihren Ausgangspunkt nahm das im Sommer 2019 durchgeführte Forschungsprojekt an der Grenze zwischen Österreich und Italien, am länderübergreifenden Polizeikooperationszentrum Thörl-Maglern, wie es in der Arbeit heißt. An der Umsetzung waren auch das Land Kärnten und die Kärntner Hunderettungsstaffel beteiligt.

Tollwut nicht immer als gefährlich erkannt
Länderübergreifend gaben etwa auch 23 Prozent der Schüler an, dass die Tollwut als nicht gefährliche Krankheit anzusehen wäre. Hier lag der Anteil an falschen Antworten unter den Kärntner Schülern mit zwölf Prozent an niedrigsten, unter den 139 befragten Südtiroler Schülern hingegen mit fast einem Drittel am höchsten.

Dass Tier und Mensch gesundheitlich verbunden sind, war rund 31 Prozent der Befragten neu. Dass viele Erreger - wie etwa auch SARS-CoV-2 - ursprünglich von Tieren auf den Menschen übergesprungen sind, wussten knapp 29 Prozent der Schüler nicht. Etwas wissender präsentierten sich hier die Befragten aus Österreich (ausschließlich Schüler aus Kärnten), dem Friaul, Japan und Mauritius, wo mehr als drei Viertel die Frage richtig beantworteten.

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