Haager Tribunal

Gesuchter finanziert Flucht offenbar mit Gemälden

Ausland
30.12.2010 18:38
Der seit sechs Jahren flüchtige Angeklagte des Haager Kriegsverbrechertribunals, Goran Hadzic, dürfte sich sein Leben mit dem Verkauf wertvoller Gemälde finanzieren. Bei einer Hausdurchsuchung hat die serbische Polizei am Donnerstag entsprechende Beweise gefunden.

Wie die Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen mitteilte, wurden bei einer mehrstündigen Hausdurchsuchung des Anwesens von Zoran Mandic alias "Mandarin" rund fünfzig wertvolle Gemälde sichergestellt, sowie die Fotografie eines Gemäldes von Amadeo Modigliani, dessen Wert auf mehrere Millionen Euro geschätzt wird. Man gehe davon aus, dass sich das Originalgemälde im Besitz von Hadzic befinde und zum Verkauf bestimmt sei.

Goran Hadzic war 2004 wenige Stunden vor seiner geplanten Festnahme untergetaucht. Seine Familie lebt nach wie vor in der Hauptstadt Vojvodina. Ebenfalls flüchtig ist der ehemalige Militärchef der bosnischen Serben, Ratko Mladic. Immer wieder gibt es in Serbien und Bosnien-Herzegowina Razzien bei Familienangehörigen und Vertrauten der beiden, die bislang aber erfolglos verliefen.

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