04.04.2021 15:50 |

„Wir hatten nichts“

Das erste Osterfest im eigenen Zuhause

Lisa und ihre Kinder konnten ihre erste eigene Wohnung beziehen. Ihre Geschichte zeigt, warum Hilfe in der Krise so wichtig ist.

Schon seit einer Woche ist alles vorbereitet: Ausstechformen für Kekse in Häschenform wurden organisiert, ein Kuchen gebacken und natürlich auch vorab gleich die besten Verstecke für die Osternester gecheckt. Die kleine Familie ist glücklich: Endlich ist sie in ihrem eigenen kleinen Reich angekommen, in Sicherheit.

Das war nicht immer so. „Ich bin in Österreich geboren und aufgewachsen“, erzählt die junge Mutter. Aus beruflichen Gründen zog sie dann ins Ausland, begann ihre Karriere. „Aber meine Ehe ging in die Brüche“, so Lisa. Der Mann wurde gewalttätig, die Scheidung folgte. Sie zog mit ihren Kindern nach Wien: Doch das musste schnell gehen, alle ihre Habseligkeiten blieben zurück: „Wir hatten nichts“, sagt sie, „wir sind mit 200 Euro angekommen. Mehr war da nicht.“

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Es war eine furchtbar schwere Zeit.

Lisa

Vorübergehend kam sie bei Verwandten unter. Doch wie sollte es weitergehen? „Es war eine furchtbar schwere Zeit. Ich habe überall angerufen, ob ich Hilfe bekomme, dass ich irgendeine Unterkunft für meine Kinder und mich habe“, erinnert sie sich. Die Verzweiflung stieg. Letztlich stieß sie auf das Haus Luise der Caritas: „Wir durften sofort kommen“, so Lisa. Dort kamen sie unter, bis sie jetzt eben ihre eigene kleine Wohnung fanden. Und das ist nicht leicht für alleinerziehende Eltern, schon gar nicht mit mehreren Kindern.

In Sicherheit war dann der Kopf frei für Zukunft
Doch ab dem Moment, in dem die Familie Hilfe und Unterstützung bekam, wandelte sich alles ins Positive: Im Haus Luise „waren alle wie eine Familie zu uns“, sagt Lisa. Und weiter: „Wenn man sicher ist, wenn man weiß, dass man eine Wohnung hat, in der man leben kann, man sich keine Sorgen mehr machen muss, dann kriegt man den Kopf wieder frei und kann auch beruflich weiterkommen.“

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Es gibt Tage, da wache ich in der Früh auf und weiß nicht, ob es Traum oder Wirklichkeit ist.

Lisa

Lisa bemühte sich um eine Arbeit - und sie schaffte es sogar, in der Krise einen Job zu bekommen. Mittlerweile winkt ihr sogar ein beruflicher Aufstieg. Auch die Kinder sind besser in der Schule, seit sie ein sicheres Zuhause haben, haben sie auch bessere Noten. Die Familie wirkt glücklich, zufrieden - und dankbar für die Unterstützung, die sie bekommen hat. „Es gibt Tage, da wache ich in der Früh auf und weiß nicht, ob es Traum oder Wirklichkeit ist“, lächelt Lisa.

Um Hilfe zu bitten, kostet Überwindung
Allen Eltern, die gerade in einer schwierigen Situation sind, möchte die junge Frau Mut zusprechen: „Nie aufgeben! Stark sein, an sich glauben. Und um Hilfe bitten. Ich weiß, es kostet Überwindung, aber es zahlt sich aus.“ Damit Menschen wie Lisa und ihre Kinder einen Ausweg und eine Zukunft haben, bitten „Krone“ und Caritas Sie um Ihre Unterstützung im Rahmen unserer Nothilfe - danke sehr!

Caritas-Spendenkonto:
AT23 2011 1000 0123 4560
BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort: Corona Nothilfe
Infos: krone.at/krone-hilft

Fakten

Hilfe für Sie

  • Sie befinden sich in akuter Not? Die Caritas hat unter 05/177 6300 eine Corona-Nothilfe-Hotline eingerichtet, erreichbar Montag bis Freitag, 9 bis 13 Uhr.
  • Bei der Aktion „Plaudernetz“ muss niemand einsam sein, da hat immer jemand ein offenes Ohr - erreichbar unter 05/177 6100, täglich 12 bis 20 Uhr.
  • Und die Plattform „Füreinand“ bringt Helfende und Hilfesuchende zusammen.
  • Alle Informationen zu den Initiativen gibt es unter fuereinand.at.

Kronen Zeitung

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