"Es gibt nichts zu beschönigen, die Lage ist ernst", meinte Niessl. Der "bereits eingeleitete Reformkurs" im Bereich der Bildung müsse konsequent fortgeführt werden. Ein wichtiger Schritt sei auch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25, die in Burgenlands Volks- und Hauptschulen bereits als Pflichtwert festgelegt worden sei.
Der Modellversuch Neue Mittelschule werde im Burgenland bereits an 28 von 41 Standorten durchgeführt. Zehn Standorte befänden sich auf der Warteliste, so Niessl. Schulen, die als Neue Mittelschule geführt werden wollen, dürfe diese Chance nicht verweigert werden. Als weitere Schwerpunkte einer Reform nannte der Landeshauptmann eine verbesserte Frühkindpädagogik und den Ausbau der Nachmittagsbetreuung sowie von ganztägigen Schulformen.
Resetar: Qualität hat Priorität
Statt organisatorischer Fragen wie "Gesamtschule ja oder nein" müssten "die Unterrichtsqualität und die Förderung der Talente unserer Kinder Priorität haben", erklärte Bildungslandesrätin Michaela Resetar (ÖVP). Wichtig sei eine Bildungs- und Schulform "in einem Guss". Die Ergebnisse der OECD-Länder würden zeigen, dass Länder mit Gesamtschulsystem nicht generell besser abschneiden als Länder mit einem gegliedertem Schulsystem wie Österreich. Die ÖVP sei für eine Weiterentwicklung des Schulsystems, jedoch auf partnerschaftlicher Basis unter Mitbestimmung der Schulpartner.
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