10.02.2021 06:11 |

Klagen angestrebt:

„Wollen unser Geld zurück“

Von offiziellen Erklärungen wollen sie nichts hören. Sie sind nur darüber verärgert, dass es – außer dem Ex-Chef des Filialnetzes, Martin Pucher – offenbar keine Verantwortlichen für den Skandal um die Commerzialbank Mattersburg gibt. Die Betroffenen, die über hohen Schaden klagen, lassen rechtliche Schritte prüfen.
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Seit Monaten melden sich Geschädigte des Bankskandals, die ihrem Ärger Luft machen. Ein Pensionist, der dank seiner Abfertigung 200.000 € auf dem Konto hatte und künftig Camping-Reisen unternehmen wollte – 100.000 € deckte die Einlagensicherung ab, der Rest ist weg! Seit dem Urgroßvater hat eine Familie Generation für Generation Hunderttausende Euro zur Seite gelegt, damit die Nachkommen Bauplätze kaufen können – 100.000 € deckte die Einlagensicherung ab, der Rest ist weg! Das sind nur zwei Beispiele von fast 100. Die Verluste will keiner so einfach wegstecken. Manche Geschädigte haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam vor Gericht um ihr verlorenes Geld zu kämpfen. Andere versuchen es im Alleingang mit einem Anwalt. Alle Betroffenen überlegen Klagen. Motiviert sind sie unter anderem durch die Ermittlungen gegen drei Verantwortliche der Finanzmarktaufsicht.

Zitat Icon

Die Republik wird zahlen müssen. Während des U-Ausschusses ist nämlich klar geworden, dass alle Kontrollorgane der Bankenaufsicht versagt haben.

Roland Fürst, Landesgeschäftsführer der SPÖ

Gute Chancen räumt ihnen SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst ein. Er geht sogar noch weiter: „Ich schließe nicht aus, dass am Ende des U-Ausschusses auch Amtshaftungsklagen gegen die verantwortlichen Finanzminister eingereicht werden.“

Karl Grammer, Kronen Zeitung

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