Terror-Alarm
Anschlag in Belgien geplant: Zehn Verdächtige gefasst
Laut der belgischen Staatsanwaltschaft handelt es sich um Personen mit belgischer, niederländischer, marokkanischer und russischer Staatsangehörigkeit.
Bei den Einsätzen Dienstag früh wurden zehn Wohnungen durchsucht. Außerdem sollen Verdächtige als mutmaßliche Anwerber für eine tschetschenische Terrororganisation aktiv sein.
Berichte über Festnahme dementiert
Die Männer wurden in Belgien, Deutschland und den Niederlanden verhaftet. Meldungen, wonach es auch in Österreich zu Festnahmen gekommen sei, dementierte Rudolf Golllia, der Sprecher des Innenministeriums, am Dienstagnachmittag.
Aus den Niederlanden verlautete, die Festnahmen stünden nicht in Zusammenhang mit den jüngsten Warnungen wegen eines Terroranschlags in Deutschland. Die niederländische Staatsanwaltschaft erklärte, auf ein Gesuch der belgischen Behörden hin seien drei Männer im Alter von 25, 26, und 28 Jahren in Amsterdam festgenommen worden. Belgien beantragte bereits ihre Auslieferung.
Die Festgenommenen hatten nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft noch kein Anschlagsziel festgelegt. Die Ermittlungen hatten bereits Ende 2009 begonnen, als die Polizei Informationen über Anschlagspläne eines jungen Marokkaners erhielt. Bei den Ermittlungen hätten sich dann Hinweise auf ein Netz von "Jihadisten" ergeben.
Reichstagsgebäude in Berlin verstärkt bewacht
Angesichts der Terrorwarnungen hatte die deutsche Polizei am Montag den Schutz des Reichstagsgebäudes in Berlin verstärkt: Rund 60 zusätzliche Bundespolizisten unterstützen die Berliner Landespolizei. Zudem wurden die Kuppel und die Dachterrasse bis auf Weiteres für Besucher gesperrt.
Die Sicherheitsbehörden gehen seit Tagen von einer erhöhten Terrorgefahr für Deutschland aus, insbesondere für die Hauptstadt Berlin. Berlins Innensenator Ehrhart Körting nannte es "plausibel", dass eine Gruppe von Terroristen unterwegs sei und es konkrete Objekte als Anschlagsziele gibt. Es gebe zwar Hinweise auf Anschlagsplanungen, er könne aber nicht bestätigen, dass diese realistisch seien. "Das, was uns vorliegt, gibt uns Anlass zur Sorge, aber keinen Anlass zur Hysterie", sagte Körting.
Laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" planen islamistische Terroristen angeblich eine Geiselnahme und ein Blutbad im Reichstag. Das deutsche Bundeskriminalamt nannte den Bericht am Wochenende "hochspekulativ" und "grenzwertig".
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