"Inder zum Beispiel sind nicht wählerisch", weiß der Leiter der Gruppe Menschenhandel im Landeskriminalamt, Josef Operèan. "Ihnen ist egal, woher ihr Geld kommt. Sie schleppen jeden, der es bezahlen kann."
Einmal Italien um 5.000 Euro
Da Kärnten eine beliebte Schlepperroute ist, sitzen einige dieser skrupellosen Geschäftemacher sogar vor Ort. Sie lassen sich ihre Dienste gut bezahlen. 5.000 Euro kostet ein Ticket nach Italien; braucht jemand gefälschte Papiere, kostet das extra. Illegale müssen dafür bis zu 4.000 Euro berappen.
20 Stunden Einsatz am Tag
Im Gegensatz zu den Indern, die rein geschäftlich agieren, sind Afghanen und Tschetschenen in Villach und Klagenfurt ausschließlich für ihre Landsleute tätig. Operèan: "Selbstverständlich verdienen diese Leute auch dabei. Die haben zehn Handys und sind 20 Stunden am Tag im Einsatz. Aber nur für und mit Leuten aus ihrer Heimat."
Es sind regelrechte Netzwerke, die alles organisieren können, was ein Illegaler braucht. Ein gefälschter Pass? "Kein Problem. Die Qualität der Dokumente ist mittlerweile sogar schon so gut, dass man die Fälschung kaum entdeckt." Handys, Fahrzeuge samt Papieren - es gibt wohl nichts, was die Schieber nicht besorgen können. Operèan: "Wir schnappen immer wieder welche."
von Serina Babka, "Kärntner Krone"
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