08.01.2021 13:04 |

Nach Corona-Ausbruch

Erneut Millionenstädte in China abgeriegelt

Nach dem größten Ausbruch des Coronavirus seit Monaten in China ergreifen die Behörden strikte Maßnahmen, um eine Ausbreitung zu verhindern. In der betroffenen Provinz Hebei direkt vor den Toren der Hauptstadt Peking wurde am Freitag außer der elf Millionen Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Shijiazhuang auch die Metropole Xingtai abgeriegelt. Die Bewohner dürfen die beiden Städte ohne besondere Erlaubnis nicht mehr verlassen, Wohngebiete wurden abgesperrt.

Die Pekinger Stadtregierung untersagte alle größeren Versammlungen zum chinesischen Neujahrsfest, das am 12. Februar gefeiert wird. Die Zentralregierung und örtliche Behörden in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt raten dem Milliardenvolk, zu dem wichtigsten Familienfest nicht wie sonst üblich in ihre Heimatdörfer zu reisen. Normalerweise reisen einige Hundert Millionen Chinesen zu ihren Verwandten.

Millionen Chinesen getestet
Mehrere Millionen Menschen wurden bereits getestet. Allein am Freitag wurden 33 neue Infektionen und 39 asymptomatische Fälle gemeldet, während die Tests laufen. Die Behörden hatten „den Kriegszustand“ im Kampf gegen das Virus ausgerufen. Der Ursprung des neuen Ausbruchs ist noch ungeklärt.

Corona-Lage in China

Vor mehr als einem Jahr waren in der zentralchinesischen Metropole Wuhan die ersten Fälle des SARS-CoV-2-Virus entdeckt worden. Seither haben sich weltweit 88 Millionen Menschen infiziert. Rund 1,9 Millionen sind an den Folgen gestorben. Nach einem anfänglich unzureichenden Umgang mit dem Virus haben Chinas Behörden seit Ende Jänner 2020 scharfe Maßnahmen ergriffen.

Die Pandemie wurde mit Quarantäne, Ausgangssperren, strenger Kontaktverfolgung und weitreichenden Einreisebeschränkungen unter Kontrolle gebracht. So hatte sich das Leben wieder normalisiert. Seit dem Sommer hatte China nur noch vereinzelt Infektionen verzeichnet, in Wuhan wurden sogar wieder Partys gefeiert.

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