12.11.2020 18:58 |

Mindestens 63,9%

Höchste Wahlbeteiligung in den USA seit 1908

An der US-Präsidentschaftswahl in der vergangenen Woche haben sich im Verhältnis zur Gesamtzahl der Wahlberechtigten so viele amerikanische Bürgerinnen und Bürger beteiligt wie seit mehr als einem Jahrhundert nicht mehr. Nach den bisherigen Daten der Auszählung ergibt sich eine Wahlbeteiligung von mindestens 63,9 Prozent, berichtete am Donnerstag die „Washington Post“.

Höher war die Beteiligung bei einer US-Präsidentschaftswahl zuletzt 1908 mit 65,7 Prozent. Zum Vergleich: Bei der bis dato letzten, wiederholten Bundespräsidentenwahl in Österreich am 4. Dezember 2016 betrug die Wahlbeteiligung 74,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 in Deutschland gaben 76,2 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab.

Sogar Anstieg auf 66,5 Prozent möglich
Nach Berechnungen der Zeitung und des Marktforschungsinstituts Edison Research könnte die Beteiligung an der US-Wahl vom 3. November nach Abschluss der Auszählung sogar auf 66,5 Prozent steigen. Dies wäre dann der höchste Wert seit der Wahl von 1900, als 73,7 Prozent der wahlberechtigten Amerikaner ihre Stimme abgaben.

Damals wurde der republikanische Präsident William McKinley wiedergewählt, allerdings ohne die Stimmen von Frauen oder Angehörigen indigener Minderheiten, die damals noch nicht wahlberechtigt waren.

Minnesota mit der höchsten Wahlbeteiligung
Am höchsten war die Wahlbeteiligung in der vergangenen Woche in Minnesota mit erwarteten 81,7 Prozent. Danach folgen Wisconsin (75,5 Prozent) und Colorado (76,5 Prozent). Am niedrigsten war die Beteiligung demnach im Südstaat Mississippi mit voraussichtlich 54,5 Prozent.

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