"Sie haben 500 Euro gewonnen!" – mit dieser Nachricht wurde Frau Helene am Telefon überrascht. Und da sie eine von wenigen "Auserwählten" sei, könne die Eisenstädterin zudem um 99 Euro drei Monate lang bei insgesamt 900 verschiedenen Gewinnspielen mitmachen. Die Burgenländerin ließ sich überreden und gab leichtfertig ihre Bankdaten bekannt.
Die Folge: "Als die Frau einige Wochen später ihre Kontoauszüge kontrollierte, fiel ihr auf, dass die versprochenen 500 Euro nie überwiesen worden waren. Stattdessen hatten 13 Firmen insgesamt 1.500 Euro abgebucht", schildert Konsumentenschützerin Eva Schreiber. Mithilfe der Bankangestellten und der Arbeiterkammer konnte weiterer Schaden verhindert werden. Auch die Kripo ermittelt bereits gegen dubiose Gewinnspiel-Veranstalter.
Besserer Schutz gefordert
Die AK drängt nun darauf, dass die Konsumenten besser vor den Folgen unerwünschter Werbeanrufe geschützt werden. "Verträge sollen nur Gültigkeit erlangen, wenn sie auch schriftlich bestätigt werden", fordert Expertin Eva Schreiber. Ein erweitertes Rücktrittsrecht alleine, würde an der Problematik nichts ändern.
von Tina Blaukovics, Kronen Zeitung









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