06.11.2020 07:31 |

Nach Anschlag in Wien

Hausdurchsuchungen bei Islamisten in Deutschland

In Deutschland haben Sicherheitskräfte Freitagfrüh mit Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem islamistischen Anschlag von Wien begonnen. Es würden Wohnungen und Geschäftsräume von vier Personen in Osnabrück, Kassel und bei Hamburg durchsucht, teilte das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) via Twitter mit. Das Quartett sei nicht tatverdächtig, es soll aber Verbindungen zu dem Attentäter in Wien gegeben haben.

„Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen besteht gegen die vier von den heutigen Maßnahmen betroffenen Personen kein Anfangsverdacht für eine Beteiligung an dem Anschlagsgeschehen“, erklärte das BKA. „Es sollen jedoch Verbindungen zu dem mutmaßlichen Attentäter bestanden haben.“ Die Durchsuchungsbeschlüsse seien auf Grundlage von Erkenntnissen verfügt worden, die von der österreichischen Justiz übermittelt worden seien.

Treffen mit dem Attentäter im Juli in Wien
Zwei der vier Personen sollen den Attentäter von Wien vor wenigen Monaten in der österreichischen Hauptstadt getroffen haben. Das Treffen soll im Juli stattgefunden haben, wie der Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Die dritte Person soll demnach übers Internet mit dem Attentäter in Kontakt gestanden sein. Die vierte Person soll mit den Kontaktpersonen des Attentäters über das Internet kommuniziert haben.

Verbindungen in sein Land sieht auch der deutsche Innenminister Horst Seehofer. „Wir haben ja durch den Fall in Wien auch Bezüge nach Deutschland hin zu Gefährdern“, sagte er am Donnerstag. Es gehe um Menschen, die 24 Stunden am Tag überwacht würden und die er als „hochgefährlich“ einschätze.

Warnung vor Nachahmern in Deutschland
Der Chef des deutschen Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, sieht nach mehreren islamistischen Terroranschlägen in den vergangenen Wochen in Europa eine Gefahr durch Nachahmer. Er sagte, man müsse auch in Deutschland mit einem islamistischen Anschlag rechnen.

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