Nach der denkwürdigen Wut-Pressekonferenz von Real-Madrid-Präsident Florentino Perez hat sich am späten Dienstagabend auch der FC Barcelona zu Wort gemeldet. Und die Reaktion hat es in sich – denn der Rivale erwägt nun sogar eine Klage.
„Im Zusammenhang mit der Pressekonferenz des Präsidenten von Real Madrid, Florentino Perez, teilen wir mit, dass unsere Rechtsabteilung seine Äußerungen und Vorwürfe sorgfältig prüft. Diese werden derzeit analysiert, und es wird geprüft, welche Maßnahmen zu ergreifen sind“, schreibt der FC Barcelona in einer Mitteilung. „Sobald es als angebracht erachtet wird, werden etwaige Standpunkte und getroffene Entscheidungen bekannt gegeben.“
Auslöser waren wohl Aussagen von Perez zum „Negreira-Fall“. Ein mutmaßlicher Korruptionsskandal, in den der FC Barcelona sowie Jose Maria Enriquez Negreira, der einst jahrelang Vizepräsident des spanischen Schiedsrichterausschusses war, verwickelt sein sollen.
„Ich bin nicht hierhergekommen, damit sich Schiedsrichter mit dem Geld des FC Barcelona bereichern“, sagte Perez zudem am Dienstag auf der eigens einberufenen Pressekonferenz. „Wir sind dieser Saison leer ausgegangen und ich bin hier - seit ich weiß nicht wie vielen Spielzeiten – und habe nur sieben Champions-League-Titel und sieben Meisterschaften gewonnen, obwohl es eigentlich 14 hätten sein können, weil sie uns gestohlen wurden.“
Perez ruft in der Krise Neuwahlen aus
Außerdem reagierte der Präsident von Real Madrid auf die sportliche Krise mit der Ankündigung von Vorstandswahlen. Rücktrittsgerüchte wies der 79-Jährige aber zurück. „Ich bedaure, sagen zu müssen, dass ich nicht aufhöre“, sagte Perez ironisch. Der langjährige Klubboss beklagte eine Kampagne gegen ihn und den Verein.
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