06.11.2020 06:00 |

Helden von Wien

Diese WEGA-Beamten stoppten den IS-Attentäter

Zwei WEGA-Beamte haben sich am Montagabend dem IS-Killer in den Weg gestellt - sie schalteten den Attentäter mit einem Schuss aus und beendeten die Terrornacht. Dafür erhielten die beiden mutigen Beamten im Bundeskanzleramt das Goldene Verdienstzeichen der Republik. Bei der Ehrung schilderten die Polizeihelden ihre dramatischen Minuten: „Wir werden diesen Einsatz nie vergessen.“

Um 20 Uhr ging der erste Alarm über Schüsse beim jüdischen Stadttempel im Herzen Wiens ein. Nach nur drei Minuten feuerte ein Streifenbeamter das erste Mal auf den Attentäter. Der junge Inspektor wurde im Kugelhagel selbst am Oberschenkel getroffen. Er ist nach einer Not-OP außer Lebensgefahr. Schon sechs Minuten später bzw. neun Minuten nach dem Beginn der Mordserie schalteten zwei Beamte der Spezialeinheit WEGA den mit einer Machete, einer Tokarew-Pistole und einem AK-47-Sturmgewehr bewaffneten IS-Killer aus. Ein Schuss ins Schulterblatt. Das Projektil durchschlug den linken Lungenflügel und traf in der Folge das Rückgrat.

„Der Beruf des Polizisten ist gefährlich“
Drei Tage nach der Terrornacht wurden die Helden von Wien von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer mit der Lebensretter-Medaille geehrt: „Der Beruf des Polizisten ist gefährlich. Sie beide haben unter Einsatz Ihres Lebens das Leben vieler Menschen gerettet.“

„Das war gelebte Kameradschaft“
Bei der Verleihung schilderten die Männer der Alarmabteilung die dramatischen Minuten: „Wir werden diesen Einsatz nie vergessen - er wird sich in das Gedächtnis aller Kolleginnen und Kollegen einbrennen. Viele haben sich von zu Hause in den Dienst gemeldet. Wir sind stolz auf die Truppe, das war gelebte Kameradschaft.“

Christoph Budin, Kronen Zeitung

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