05.11.2020 15:47 |

Religionen geeint

Schönborn bei Gedenkmarsch: „Das ist Österreich“

Bei einem Gedenkmarsch der Imame an die Tatorte des Wiener Terroranschlags haben sich am Donnerstag sämtliche Kirchenvertreter geeint gezeigt. Auch der römisch-katholische Kardinal Christoph Schönborn, der orthodoxe Metropolit Arsenios Kardamakis und der evangelisch-lutherische Bischof Michael Chalupka zeigten sich solidarisch. „Das ist Österreich. Wer Österreich liebt, der spaltet es nicht“, erklärte Schönborn.

Mit einem Gebet und einem anschließenden Gedenkmarsch zeigten Imame und Religionslehrer Solidarität mit den Opfern des schrecklichen Attentats vom Montag. Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), sowie Wiens Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister nahmen an dem Akt persönlich teil. Alle Tatorte des Anschlags in der Innenstadt wurden besucht. Der Weg des Attentäters wurde vom Desider-Friedmann-Platz beginnend abgeschritten. Es ging über die Jerusalem-Stiege zur Ruprechtskirche weiter, dann zum Stadttempel und schließlich auf den Schwedenplatz.

Gedenken der Opfer soll jetzt im Vordergrund stehen
Der orthodoxe Metropolit Arsenios betonte die Notwendigkeit dieses Schulterschlusses der Religionen und die Dringlichkeit des gemeinsamen Auftretens gegen jede Instrumentalisierung von Religion. Der Marsch unterstreiche, wie wichtig die Verständigung der Religionen sei und dass das Gedenken der Opfer jetzt im Vordergrund zu stehen habe, meinte Chalupka.

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