Wenn es um Kinderfreundlichkeit geht, liegt Österreich nach einem Ländervergleich des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung an der sechsten Stelle. Damit liegen wir weit hinter den nordischen Staaten Island und Schweden, die die ersten beiden Plätze einnehmen, aber noch klar vor Deutschland, das gemeinsam mit Spanien am Kinder unfreundlichsten ist.
Um die Kinderfreundlichkeit zu beurteilen, überprüftedas Berliner Institut unter anderem die Indikatoren Kinderkrippenplätze,Anteil kinderreicher Familien und die Kinderzahl je Frau.
Während in Deutschland 22 Prozent der Frauenkeine Kinder haben, sind es in Island nur 7 Prozent, in Österreich15. Einen Krippenplatz gibt es in Deutschland nur für jedeszehnte Kind unter drei Jahren, in Schweden dagegen für fastjedes zweite Kind (48%). Bei uns bekommen nur vier von 100 Kindernunter drei Jahren einen Platz. Damit sind wir bei diesem IndikatorSchlusslicht. Bei der durchschnittlichen Kinderanzahl pro Frauliegen Österreich und Deutschland mit 1,29 gleichauf. Diedurchschnittliche Mutter ist bei der Erstgeburt ihres Kindes inÖsterreich 26,3, in Deutschland 28 Jahre alt.
In modernen Gesellschaften, in denen Frauen gleichberechtigtenZugang zu Bildung haben, sind sie auch häufig berufstätig.Was aber nicht heißt, dass Kinder auf der Strecke bleiben,wenn Frauen einer bezahlten Arbeit nachgehen. Denn in den kinderreichenskandinavischen Ländern Island und Schweden stehen rund 80Prozent der Frauen mit Kindern im Berufsleben. In den nachwuchsarmenLändern Spanien und Italien gehen nur halb so viele Müttereinem Beruf nach - ein Zeichen dafür, dass es um die Vereinbarkeitvon Familie und Beruf dort wesentlich schlechter bestellt seinmuss, so die Studie.
In der Studie, die vom Magazin "Geo Wissen" inAuftrag gegeben wurde, wurde die Kinderfreundlichkeit von neuneuropäischen Ländern untersucht.
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