Nach WM-Torfestival

Favorit Marokko jubelt über Zittersieg gegen Haiti

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Von krone Sport

Favorit Marokko hat sich am letzten Spieltag von WM-Gruppe C zu einem 4:2-Sieg gegen Underdog Haiti gezittert. Gleich zweimal gingen die Haitianer durch sehenswerte Treffer in Führung und verabschiedeten sich mit Stil von dieser WM. Marokko hingegen hat Moral bewiesen und darf als Gruppenzweiter hinter Brasilien weiter träumen. 

Nach hartem Kampf und zweimaligem Rückstand hat Marokko am Donnerstag in Atlanta das finale Vorrunden-Spiel gegen Underdog Haiti mit 4:2 (2:2) gewonnen, den Sieg in Gruppe C aber dennoch verpasst. Diesen sicherte sich das punktgleiche Brasilien mit einem klaren 3:0-Erfolg im Parallelspiel über Schottland. Marokko steht als Zweiter zum dritten Mal in der K.o.-Phase einer Fußball-WM, Haiti blieb der historisch erste Punktgewinn verwehrt.

Marokko darf am Ende doch noch über einen Sieg gegen Underdog Haiti jubeln.
Marokko darf am Ende doch noch über einen Sieg gegen Underdog Haiti jubeln.(Bild: AFP/KEVIN C. COX)

Das bereits vor dem dritten Spieltag ausgeschieden gewesene Team aus der Karibik erwischte einen Traumstart. Eine Hereingabe verlängerte Lenny Joseph mit der Ferse, über den Rücken von Marokko-Tormann Yassine Bounou sprang der Ball ins eigene Tor (10.) – für Haiti war es der erste WM-Treffer seit 52 Jahren. Marokko war um eine schnelle Antwort bemüht, scheiterte aber ein ums andere Mal am starken Haiti-Keeper Johny Placide.

Torfestival vor der Pause
Der logische Ausgleich von Achraf Hakimi – der Kapitän bugsierte den Ball aus kurzer Distanz ins Netz (39.) – läutete eine wilde Schlussphase der ersten Hälfte ein. Wilson Isidor brachte den Außenseiter mit einem Traumtor ins Kreuzeck erneut in Führung (43.), Ismael Saibari stellte mit seinem dritten Turniertreffer auf 2:2 (45.+1).

Die Haitianer gingen zweimal in Führung!
Die Haitianer gingen zweimal in Führung!(Bild: AP/Jacob Kupferman)

Nach Seitenwechsel verpuffte das Offensivspektakel zunächst ein wenig. Mit Fortdauer erhöhte Marokko den Druck, in der Schlussviertelstunde sorgten die eingewechselten Soufiane Rahimi nach einer Ecke (78.) und Gessime Yassine (89.) für die späte Entscheidung. Im Sechzehntelfinale trifft der WM-Vierte von 2022 auf den Sieger der Gruppe F, der Niederlande, Japan oder Schweden heißt.

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