29.09.2020 12:01 |

Angriff auf Kucoin

Kryptogeld in Höhe von 150 Millionen Euro erbeutet

Kryptowährungen im Wert von umgerechnet mehr als 150 Millionen Euro haben unbekannte Täter bei einem Angriff auf die in Singapur beheimatete Kryptobörse Kucoin erbeutet. Ob das Geld jemals wieder auftaucht, ist fraglich. Zu Schaden kommen sollen betroffene Kunden dennoch nicht.

Wie das Branchenportal Heise unter Berufung auf Angaben des Kucoin-Chefs Johnny Lyu berichtet, dürfte es den Angreifern aus bislang noch ungeklärter Ursache gelungen sein, an private Schlüssel für die sogenannte Hot Wallet, eine Art virtuelles Geldbörsel, das online verfügbar ist, gelangt zu sein. Als man die ungewöhnlichen Transaktionen aus dieser bemerkt habe, seien die entsprechende Server heruntergefahren und das verbliebene Geld in die sogenannte Cold Wallet mit offline verwahrten Schlüsseln gerettet worden, so Kucoin.

Dem Bericht nach konnten die Angreifer dennoch Kryptowährungen im Wert von umgerechnet mehr als 150 Millionen Euro erbeuten. Inwiefern sie davon Gebrauch machen können, ist allerdings fraglich, denn viele der geraubten Tokens seien ungültig gemacht oder eingefroren worden, hieß es. Zudem seien Kryptogeldadressen in Sperrlisten aufgenommen worden, sodass die Täter die virtuelle Beute nicht unmittelbar auf anderen Krytobörsen eintauschen könnten.

Kunden selbst bräuchten sich laut Kucoin keine Sorgen um ihre Guthaben zu machen. Der entstandene Schaden soll zur Gänze durch einen 2018 eingerichteten Versicherungsfonds gedeckt werden. Die Suche nach den Angreifern dauert indes an. Für sachdienliche Hinweise hat Kucoin eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar ausgelobt.

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