29.09.2020 08:11 |

Täteridentifizierung

Stalking-Opfer sollen Fahrzeugkameras bekommen

Stalking-Opfer sollen in Japan künftig besser geschützt werden. Da es immer wieder vorkommt, dass Täter heimlich GPS-Navigationsgeräte an den Autos ihrer Opfer anbringen, will die Polizei diesen zu ihrem eigenen Schutz nun Überwachungskameras für ihre Fahrzeuge auf Leihbasis zur Verfügung stellen. Die für 2021 geplante Maßnahme soll helfen, die Täter zu identifizieren und weitere Vergehen zu verhindern.

Stalking ist in Japan ein ernstes Problem. Japans Polizei zählte allein im vergangenen Jahr mehr als 20.900 Beratungsfälle, bei denen sich Menschen wegen Nachstellungen an die Beamten wandten. Im Jahr davor waren es mehr als 21.000 Konsultationen gewesen.

Gesetz verschärft
Der leichte Rückgang könnte nach Angaben der Polizei mit einer Verschärfung der Gesetzeslage sowie einem wachsenden Bewusstsein in der Bevölkerung zusammenhängen. So können die Ermittler Verdächtige nun auch anklagen, wenn das Opfer aus Sorge vor Rache selbst keine Strafanzeige gestellt hat. Zudem kann die Polizei auch ohne Verwarnungen Kontaktverbote verhängen. Im vergangenen Jahr geschah das in mehr als 1300 Stalking-Fällen.

Das 2017 verschärfte Gesetz gegen Stalking sieht neben Geldstrafen Haft von bis zu einem Jahr vor.

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