Die unbekannten Bastler müssen genau gewusst haben, womit sie es zu tun haben. Sie haben die Getränkebehälter zerschnitten, um das extrem entzündliche Phosphor hineinzufüllen. Danach wurden die Fässer verschweißt, die Schweißnaht wurde mit einem Klebeband abgedichtet.
Unklar ist für die Ermittler noch, wie das "Bombenhirn" das weiße Phosphor verarbeitet hat. "Dieses Material entzündet sich nämlich sofort, wenn Luft dazu kommt", erklärt ein Experte der Polizei. Gewonnen hat der Täter das weiße Phosphor, das nicht nur leicht entzündlich, sondern auch giftig, ätzend und Umwelt gefährdend ist, aus "WP-Granaten", die aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Tausende Tonnen davon liegen noch auf dem Grund der Kärntner Seen.
Teile der Granaten neben "Wahnsinns-Bomben"
Teile der Granaten lagen neben den vier "Wahnsinns-Bomben" im Portendorfer Teich, die von der Polizei im Sommer sichergestellt worden sind. Wofür die Brandbomben gedacht waren, ist noch völlig unklar. Die Ermittler tappen vorerst noch im Dunkeln. Denkbar wäre, dass man die Behälter für einen Anschlag im Rotlicht-Milieu präpariert hatte. Da weißer Phosphor beim Verbrennen stark raucht, hätte man damit aber auch eine Massenpanik bei einer Großveranstaltung erzeugen können.
Weil sich dafür aber offenbar keine Verwendung geboten hat, dürfte der Bastler die Behälter einfach im Teich entsorgt haben. Wer für die Brandbomben verantwortlich ist, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.









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