"SOKO Rip Deal"

Mit Provisionstrick verdiente Bande 2,4 Millionen Euro

Wien
30.09.2010 16:32
Endlich hat das Treiben einer hinterlistigen Betrügerbande mit Hauptsitz in Wien ein Ende. Die Polizei konnte 22 Verdächtige aus dem Verkehr ziehen. Ihre Masche: Für Fantasie-Immobilien verlangen die Täter von den Kunden Provision – nur um mit dem Geld sofort zu verschwinden.

Der Kopf der Bande ist ein 52-jähriger Serbe aus Frankreich, die bisher 26 bekannten Opfer der Bande stammen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz – die Zentrale befand sich in Wien. Der Betrug selbst zahlte sich für die dreisten Täter aus, innerhalb weniger Jahre verdienten sie mit dem Provisions-Trick 2,4 Millionen Euro. Wie gierig die Verdächtigen waren, sieht man an diesem Fall: Wieder wurde ein Geschäftsmann in die Niederlande gelockt, dort stahlen ihm die Täter 75.000 Euro.

Kurz darauf wurde in Oberösterreich die „SOKO Rip Deal“ gegründet. Auf der Liste der Clique standen noch 20 weitere Betrugsopfer, die jetzt von den Ermittlern noch rechtzeitig gewarnt wurden. Der Boss wurde bereits zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Kronen Zeitung
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